Holocaust-Überlebende Margot Friedl√§nder bekommt Platz in Menden benannt

An ihrem Geburtstag: Menden eröffnet Margot Friedl√§nder Platz - Holocaust-Überlebende Margot Friedl√§nder bekommt Platz in Menden benannt
Margot Friedländer, eine Überlebende des Holocaust, die nach sechs Jahrzehnten als Emigrantin in New York nach Deutschland zurückkehrte, ist im Alter von 103 Jahren verstorben. Zu ihrem Gedenken hat die Stadt Menden ihren zentralen Platz, den Margot-Friedländer-Platz, nach ihr benannt. Die Initiative zur Umbenennung des Platzes ging von Schülerinnen und Schülern vor Ort aus, die Teil des Netzwerks "Augen auf!" sind. Dieses setzt sich gegen Ausgrenzung ein und fördert die Würde des Menschen – mit dem Schwerpunkt, die Erinnerung an den Holocaust für junge Menschen und Erwachsene erlebbar zu machen. Margot Friedländer selbst kämpfte unermüdlich gegen das Vergessen der Vergangenheit und engagierte sich bei Jugendlichen, indem sie in Schulen ihre Geschichte teilte. Die feierliche Einweihung des Margot-Friedländer-Platzes findet am Mittwoch um 18 Uhr in der Nähe des Rathauses statt. Gezeigt werden Videoaufnahmen mit den Zeitzeugenberichten Margot Friedländers sowie eine Botschaft des Sängers Max Raabe. Zwar gab es in Berlin bereits mehrere Vorschläge, Straßen oder Plätze nach Margot Friedländer zu benennen, doch Menden ist die erste Stadt, die ihr auf diese Weise ehrt. Der Stadtrat von Menden stimmte einstimmig für die Umbenennung des Platzes in Margot-Friedländer-Platz. Der Berliner Senat wird sich mit der Margot-Friedländer-Stiftung abstimmen, um eine würdige Erinnerungskultur zu gewährleisten. Der zentrale Platz nahe dem Rathaus in Menden trägt nun als bleibendes Zeichen ihres unermüdlichen Einsatzes für die Bewahrung der Erinnerung an den Holocaust den Namen Margot-Friedländer-Platz.