Henkel drohen 2026 höhere Preise für Verbraucher durch steigende Materialkosten
Sophia WeberHenkel drohen 2026 höhere Preise für Verbraucher durch steigende Materialkosten
Henkel hat davor gewarnt, dass die Verbraucherpreise für seine Produkte im Jahr 2026 steigen könnten. Das Unternehmen sieht sich mit höheren Materialkosten konfrontiert, die in diesem Jahr zusätzliche Ausgaben in Höhe von 400 bis 500 Millionen Euro verursachen. Vorstandsvorsitzender Carsten Knobel betonte, dass noch keine endgültige Entscheidung gefallen sei, weitere Preiserhöhungen jedoch möglich blieben, sollten die Belastungen anhalten.
Der Konzern hat die Preise in seinem Industriegeschäft, insbesondere bei Klebstoffen, bereits angehoben. Mit diesen Anpassungen sollen die stark gestiegenen Kosten ausgeglichen werden, die im hohen einstelligen Prozentbereich liegen. Gleichzeitig verhandelt Henkel Lieferantenverträge neu und passt die Marktpreise an, um die finanzielle Last zu verringern.
Im Konsumentengeschäft geht das Unternehmen dagegen vorsichtiger vor. Knobel räumte ein, dass viele Haushalte finanziell stark belastet seien, weshalb mögliche Preisanpassungen gezielt und in Verbindung mit neuen Produktinnovationen erfolgen würden. Dennoch gestand er, dass die weitere Entwicklung schwer vorhersehbar sei – eine präzise Prognose sei derzeit nicht möglich.
Wie Henkel weiter vorgehen wird, hängt davon ab, ob die Kostendrucke anhalten. Falls ja, könnten 2026 auch im Verbraucherbereich Preiserhöhungen folgen. Derzeit setzt das Unternehmen auf eine Kombination aus Sparmaßnahmen und behutsamen Anpassungen in seinem Produktsortiment.






