Hamm schlägt zu: 100 Raser und Tuning-Sünder an Karfreitag erwischt
Polizei Hamm und Stadt führen großangelegte Verkehrssicherheitsaktion an Karfreitag durch
Unter dem Motto „Rotlicht für Raser, Protzer und illegales Tuning“ haben die Hammer Polizei und die Stadt Hamm am Karfreitag eine großangelegte Kontrollaktion durchgeführt. Die Maßnahme, die von 18 Uhr bis 2 Uhr nachts dauerte, richtete sich gegen gefährliches Fahrverhalten, überhöhte Geschwindigkeit und illegale Fahrzeugveränderungen im gesamten Stadtgebiet.
Für die Aktion setzten die Behörden moderne Technik ein, darunter zwei der städtischen Geschwindigkeitsmessfahrzeuge sowie das ESO-Erfassungssystem der Polizei. Ziel war es, rücksichtsloses Verhalten auf den Straßen während der Feiertage einzudämmen.
Im Laufe der Nacht registrierten die Beamten 100 Geschwindigkeitsverstöße. Davon erhielten 24 Fahrer ein Bußgeld, 76 wurden mit einer Verwarnung belegt. Drei Autofahrer müssen nun mit dem Entzug ihres Führerscheins rechnen, da sie besonders schwerwiegend gegen die Tempolimits verstoßen hatten.
Zusätzlich wurden 68 weitere Verkehrsvergehen dokumentiert. Die meisten betrafen Fahrer, die ohne Sicherheitsgurt unterwegs waren, während der Fahrt ihr Handy nutzten oder Fahrzeuge mit nicht genehmigten technischen Veränderungen steuerten. Im Gegensatz zu früheren Jahren gab es diesmal keine größeren Treffen von getunten Autos – lediglich einige kleinere Gruppen wurden in der Nähe der Schachtstraße beobachtet.
Ein besonderer Vorfall betraf ein offensichtlich manipuliertes E-Bike. Der Fahrer wurde mit 50 km/h gemessen – deutlich über der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Die Polizei beschlagnahmte das Fahrrad und leitete ein Verfahren wegen mehrerer Verstöße ein, darunter Fahren ohne Führerschein.
Die Aktion führte zu Bußgeldern, Verwarnungen und möglichen Führerscheinentzügen für Dutzende Verkehrsteilnehmer. Einem Mann drohen nun sogar strafrechtliche Konsequenzen wegen eines illegal getunten E-Bikes. Die Behörden betonten erneut, dass sie besonders in Risikozeiten konsequent gegen Verstöße gegen die Verkehrssicherheit vorgehen werden.






