Hagen startet radikalen Kampf gegen verfallene Häuser und soziale Spaltung

Hagen startet radikalen Kampf gegen verfallene Häuser und soziale Spaltung
Die Stadt Hagen hat den Hagener Pakt ins Leben gerufen – einen ehrgeizigen Plan zur Bekämpfung von verfallenen und aufgegebenen Gebäuden. Im Rahmen der Initiative werden strengere Strafen gegen Eigentümer verhängt, die ihre Immobilien verrotten lassen. Gleichzeitig soll das Vorhaben das soziale Gefüge der Stadt verändern, indem es sogenannte "No-Go-Areas" abschafft und die soziale Durchmischung fördert.
Den Anfang macht der Hagener Pakt in zentralen Bereichen rund um den Hauptbahnhof Hagen, Altenhagen und Weringhausen. In den kommenden zehn Jahren sollen zahlreiche vernachlässigte Gebäude in diesen Stadtteilen entweder saniert oder abgerissen werden. Derzeit wird ein detaillierter Umsetzungsplan erarbeitet, der bis Februar 2026 fertiggestellt sein soll. Wer für die Ausarbeitung verantwortlich ist, wurde bisher nicht öffentlich bekannt gegeben.
Der Hagener Pakt sieht schärfere Maßnahmen gegen Immobilienverfall vor und zielt darauf ab, benachteiligte Stadtteile wiederzubeleben. Durch konsequentere Kontrollen und erweiterte Planungskompetenzen erwartet die Stadt erste sichtbare Veränderungen bis 2027. Langfristig soll ein integrierteres städtisches Umfeld entstehen – ohne verfallene Häuser und soziale Spaltung.