Grüne Senioren verteidigen Ohligs City Ring gegen lokale Kritik und warnen vor Nachteilen für Ältere
Charlotte WagnerGrüne Senioren verteidigen Ohligs City Ring gegen lokale Kritik und warnen vor Nachteilen für Ältere
Die Solinger Gruppe Grüne Senioren hat sich gegen Kritik lokaler Vereine für den geplanten Ohligs City Ring ausgesprochen. Sie argumentiert, der Vorschlag finde einen fairen Kompromiss zwischen der Reduzierung des Busverkehrs und der Aufrechterhaltung einer gut erreichbaren ÖPNV-Anbindung. Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob die Lennestraße für Busse weiterhin befahrbar bleiben oder vollständig gesperrt werden soll.
In den vergangenen fünf Jahren hat Solingen den öffentlichen Nahverkehr in Stadtteilen wie Ohligs deutlich ausgebaut. Dazu zählen die Verlängerung der S-Bahn-Linie S28, die Einführung zusätzlicher Buslinien sowie der Start von On-Demand-Verkehren. Zwar wurden Pläne für eine neue Straßenbahnstrecke verworfen, stattdessen entstanden jedoch neue Radwege und Carsharing-Stationen.
Die Grünen Senioren lehnen Forderungen von Gruppen wie den Ohligser Jongens, der ISG und der OWG ab, den City Ring zu streichen und die Lennestraße komplett für Busse zu sperren. Sie warnen, dass die Streichung der Haltestelle "Ohligs Markt" ältere Bürger:innen zu deutlich längeren Fußwegen zwingen würde – besonders nach Einkäufen oder bei eingeschränkter Mobilität. Viele Senior:innen seien auf Busse angewiesen, etwa für Arzttermine oder weil sie sich andere Verkehrsmittel nicht leisten könnten, so die Gruppe.
Die Debatte sei vor allem eine soziale Frage, betonen die Grünen Senioren. Verkehrsänderungen müssten alle Altersgruppen berücksichtigen. Sie unterstützen den aktuellen Verkehrsplan als praktikablen Mittelweg: weniger Busse in der Lennestraße, aber weiterhin eine gute ÖPNV-Anbindung an das Stadtzentrum.
Die Position der Gruppe zeigt die konkreten Herausforderungen auf, vor denen ältere Bewohner:innen stünden, sollte die Lennestraße für Busse gesperrt werden. Ihre Unterstützung für den City Ring steht für das größere Anliegen, den öffentlichen Nahverkehr besonders für diejenigen zu erhalten, die auf ihn angewiesen sind. Die endgültige Entscheidung wird maßgeblich darüber entscheiden, wie leicht Senior:innen in Ohligs künftig wichtige Dienstleistungen erreichen können.






