24 April 2026, 12:04

Großübung im Kreis Euskirchen simuliert Erdbeben der Stärke 6,5

Feuerwehrleute in Schutzausrüstung bei der Arbeit an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund, über einem Textabschnitt.

Großübung im Kreis Euskirchen simuliert Erdbeben der Stärke 6,5

Kreis Euskirchen testet Krisenreaktion in großer Katastrophenübung

Der Kreis Euskirchen hat kürzlich eine großangelegte Katastrophenübung durchgeführt, um seine Fähigkeiten zur Bewältigung von Krisensituationen auf die Probe zu stellen. An der Übung beteiligten sich fast 100 Einsatzkräfte, darunter Feuerwehr, Polizei und die Bundeswehr. Als Szenario diente ein Erdbeben der Stärke 6,5 – eine Herausforderung, die das Führungspersonal des Kreises an seine Grenzen bringen sollte.

Die großflächige Übung wurde gemeinsam vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) und dem Kreis Euskirchen entwickelt. Sie basierte auf der Risikoanalyse der Bundesregierung aus dem Jahr 2019 und simulierte eine realistische Katastrophenlage. Im Mittelpunkt stand der nördliche Teil des Kreises, wo ein schweres Beben weitreichende Zerstörungen verursacht und zahlreiche Anwohner eingeschlossen hatte.

Die Einsatzleitung übernahm das Führungspersonal des Kreises auf der Führungsebene D gemäß der Feuerwehrdienstvorschrift 100 (FwDV 100). Dieses Team bildet das taktische Kernstück zur Bewältigung von Großschadenslagen und setzte sich aus Vertretern aller kommunalen Wehren zusammen, darunter die Feuerwehr der Stadt Mechernich. Einsatzkräfte wie Frank Eichen, Gerd Geller und Michael Züll arbeiteten dabei mit Fachberatern zusammen, um die Maßnahmen zu koordinieren.

Zu den zentralen Herausforderungen zählten der schnelle Einsatz von Rettungskräften, die Priorisierung begrenzter Ressourcen und der Aufbau zuverlässiger Kommunikationsnetze. Zudem wurden logistische Aufgaben geprobt, etwa die Versorgung von Verletzten und die Evakuierung betroffener Bewohner. Beteiligt waren Feuerwehrleute, das Technische Hilfswerk (THW), Polizeikräfte, die Bundeswehr sowie die Kreisverwaltung.

Landrat Markus Ramers lobte die Übung im Nachgang als wichtigen Schritt zur Stärkung des langfristigen Krisenmanagements. Ziel war es, die Zusammenarbeit zwischen den Behörden zu optimieren und die Einsatzstrategien für künftige Notfälle zu verbessern.

Die Simulation stellte eine anspruchsvolle Prüfung der Katastrophenvorsorge im Kreis Euskirchen dar. Die Einsatzteams zeigten, dass sie komplexe Szenarien bewältigen können – von der Ressourcenverteilung bis zur abgestimmten Zusammenarbeit mehrerer Behörden. Die Ergebnisse fließen nun in künftige Schulungen und strukturelle Verbesserungen des regionalen Krisenreaktionssystems ein.

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