Großrazzia in NRW: Behörden kontrollieren illegale Beschäftigung am Nikolaustag
Moritz WernerGroßrazzia in NRW: Behörden kontrollieren illegale Beschäftigung am Nikolaustag
Behörden in Nordrhein-Westfalen führen großangelegte Kontrollen an Nikolaustag durch
Um illegale Beschäftigung und Schwarzarbeit zu bekämpfen, haben die Behörden in Nordrhein-Westfalen am Vorabend des Nikolaustags eine großangelegte Razzia durchgeführt. An der Aktion waren Zoll, Polizei und Ordnungsdienste in mehreren Städten beteiligt. Über 100 Personen wurden in Bars, Shisha-Bars und anderen Lokalen zu ihren Arbeitsverhältnissen befragt.
Die Kontrollen wurden vom Hauptzollamt Krefeld geleitet und konzentrierten sich auf Verstöße gegen die Sozialversicherungspflicht, Mindestlohnunterschreitungen sowie Steuerdelikte. Die Prüfer suchten gezielt nach illegaler Beschäftigung, Scheinselbstständigkeit und sogenanntem „Leistungsbetrug“. Die Aktion umfasste die Städte Krefeld und Mönchengladbach sowie die Kreise Viersen und Rhein-Kreis Neuss.
Insgesamt wurden 111 Personen befragt. Bei 29 Fällen ergaben sich erste Unstimmigkeiten, die nun näher untersucht werden. Zu den Verdachtsmomenten zählten 16 Fälle von vorenthaltenem Lohn, sieben Verstöße gegen den Mindestlohn sowie fünf unterbliebene Meldungen, die gesetzlich vorgeschrieben sind.
Darüber hinaus deckten die Behörden weitere Verstöße auf: Gegen ein Unternehmen wurde Anzeige erstattet, weil es ohne die erforderliche Konzession arbeitete. Zwei Personen wurden aufgrund ausstehender Haftbefehle festgenommen, während drei weitere in einem Krefelder Café ohne gültige Aufenthaltstitel angetroffen wurden. Zudem gab es Verstöße gegen das Tabaksteuergesetz, das Glücksspielgesetz, das Nichtraucherschutzgesetz, das Betäubungsmittelgesetz sowie gegen Verkehrsregeln.
Die Aktion unterstreicht die anhaltenden Probleme mit illegaler Beschäftigung und Regelverstößen in der Region. Die Behörden werden die 29 auffälligen Fälle nun detailliert prüfen. Je nach Ergebnis könnten weitere Maßnahmen folgen.






