19 March 2026, 22:02

Großrazzia auf der A2: Gefälschte Papiere und schwere Mängel bei Lkw-Kontrollen

Papier mit mehreren angehefteten Zetteln, auf denen jeweils der Text "Brisker & Shellard's Patent Safety Match" steht.

Großrazzia auf der A2: Gefälschte Papiere und schwere Mängel bei Lkw-Kontrollen

Großrazzia auf der A2 bei Bröninghausen am 17. März 2026: Schwerwiegende Verstöße bei Lkw-Kontrollen aufgedeckt

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Am 17. März 2026 fand auf der Autobahn A2 in der Nähe von Bröninghausen eine groß angelegte Verkehrsüberprüfung statt. Sechs Stunden lang kontrollierten Behörden gewerbliche Fahrer und Fahrzeuge – mit erschreckendem Ergebnis: Zahlreiche Verstöße und schwere Ordnungswidrigkeiten kamen ans Licht.

Die Aktion dauerte von 8:00 Uhr bis 14:00 Uhr und wurde von Einsatzkräften verschiedener Behörden durchgeführt. Während zwei Fernbusse die Kontrollen ohne Beanstandungen passierten, mussten andere Fahrer mit Konsequenzen rechnen.

Ein belarussischer Lkw-Fahrer wurde mit einem gefälschten ADR-Zertifikat für Gefahrguttransporte erwischt und verfügte zudem nicht über die erforderliche Berufsqualifikation. Er hinterlegte eine Sicherheitsleistung von 400 Euro, bevor weitere Ermittlungen eingeleitet wurden. Ein weiterer Fahrer, belgischer Staatsangehöriger mit indischer Herkunft, präsentierte ebenfalls ein gefälschtes Gefahrgutdokument und musste 730 Euro als Sicherheit hinterlegen.

Ein ukrainischer Fahrer, der Methanol transportierte, wurde gestoppt, nachdem die Prüfer defekte Bremsen an seinem Lkw feststellten. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt, und gegen den Fahrer wurden Bußgelder in Höhe von insgesamt 660 Euro verhängt. Weitere Verstöße betrafen mangelnde Ladungssicherung, Verstöße gegen Lenk- und Ruhezeiten sowie die illegale Entsorgung von Abfällen.

Zudem beschlagnahmten die Behörden einen Elektroschocker wegen Verstoßes gegen das Waffengesetz. Verdachtsmomente auf Steuerhinterziehung und Leistungsbetrug nach dem Schwarzarbeitsbekämpfungsgesetz wurden zur vertieften Prüfung weitergeleitet. In mehreren Fällen wurden Strafanzeigen wegen Fahrens ohne gültigen Führerschein und Urkundenfälschung erstattet.

Die Kontrollen förderten ein breites Spektrum an Verstößen zutage – von technischen Mängeln bis hin zu gefälschten Dokumenten. Mehrere Fahrer müssen nun mit rechtlichen Konsequenzen rechnen, während die Behörden weiterhin Beweismaterial für mögliche Steuer- und Arbeitsrechtsverstöße auswerten. In den vergangenen zwei Jahren gab es demnach keine flächendeckenden Kontrollen im gewerblichen Transportsektor.

Quelle