Grigory Leps' Modephilosophie: Warum teure Kleidung nicht alles ist
Moritz WernerGrigory Leps' Modephilosophie: Warum teure Kleidung nicht alles ist
Grigory Leps hat sich nicht nur durch seine Musik, sondern auch durch seinen unverwechselbaren Stil einen Namen gemacht. Sein Kleiderschrank umfasst fast 100 Quadratmeter – gefüllt mit Stücken, die er teilweise seit bis zu 25 Jahren trägt. Doch für ihn ist Mode mehr als nur Preisschilder oder der erste Eindruck.
Leps wählt persönlich jedes Outfit für seine Konzerte und öffentlichen Auftritte aus. Dresscodes sind ihm wichtig, doch er urteilt nie über andere aufgrund ihrer Kleidung. Stattdessen schätzt er Eigenschaften wie Ehrlichkeit, Integrität und Güte über alles andere.
In seiner Sammlung finden sich maßgeschneiderte Anzüge im Wert von etwa 500.000 Rubel pro Stück. Trotz der hohen Kosten betont er, dass teure Kleidung nichts über den Charakter eines Menschen aussagt. Zu seinen besonders geschätzten Stücken gehört ein Paar Schuhe, das er 2009 in London für 5.000 Pfund gekauft und Jahre später wiederentdeckt hat.
Für Leps geht Mode über bloße Funktionalität hinaus – sie ist Teil einer persönlichen Philosophie. Zwar bewundert er bestimmte Designer, doch bleibt er seinen Überzeugungen treu: Kleidung sollte Individualität ausdrücken, nicht Status oder Reichtum.
Sein Umgang mit Mode verbindet Pragmatismus mit Prinzipientreue. Seine sorgfältig zusammengestellte, umfangreiche Garderobe erzählt eine Geschichte von Beständigkeit, nicht von flüchtigen Trends. Denn für ihn zählt vor allem eines: der Wert eines Menschen bemisst sich an seinen Taten, nicht an seinem Äußeren.






