Glasfaserausbau in Deutschland beschleunigt: Tausende Haushalte profitieren bis 2026
Theo BauerGlasfaserausbau in Deutschland beschleunigt: Tausende Haushalte profitieren bis 2026
Offene Glasfasernetze expandieren in Deutschland und bringen schnelleres Internet in mehr Haushalte
Durch neue Partnerschaften und Infrastrukturprojekte soll der Wettbewerb gestärkt, die Preise gesenkt und bis 2026 Zehntausende zusätzliche Kunden angeschlossen werden.
In Duisburg laufen bereits zwei große Vorhaben: Westconnect hat ein 100 Kilometer langes Glasfasernetz fertiggestellt, das über 1.900 Haushalte verbindet. Das bestehende offene Netz der Stadt umfasst bereits 290 Kilometer und erreicht mehr als 25.000 Adressen. Eine neue Vereinbarung zwischen 1&1 Versatel und Duisburg CityCom (DCC) soll dieses Modell weiter ausbauen – zum Vorteil für Netzbetreiber und Dienstanbieter alike.
Auch im Saarland treibt die Landesregierung gemeinsam mit OXG und Vodafone den Glasfaserausbau in Saarbrücken und Völklingen voran. Eine unterzeichnete Absichtserklärung bestätigt Pläne, bis zu 51.700 Haushalte anzuschließen. Gelingt das Vorhaben, könnten dieses und weitere Projekte – darunter Erweiterungen in Osnabrück – bis Ende 2026 über 50.000 zusätzliche Haushalte mit Hochgeschwindigkeitsinternet versorgen.
Ebenfalls gewachsen ist die Glasfaser Nordwest-Kooperation von Telekom und EWE, zu der nun die Stadtwerke Osnabrück als Partner hinzugestoßen sind. Dadurch erhalten mehr als 90.000 Haushalte in der Region Zugang. In Baden-Württemberg arbeiten NetCom BW und die Deutsche Telekom im Rahmen einer VDSL-Kooperation zusammen, wovon rund 100.000 Haushalte profitieren sollen.
Hinter dem Vorstoß für offene Netze steht die Herausforderung, die hohen Investitionskosten zu decken. Ohne ausreichend Kunden rentieren sich Glasfaserprojekte oft kaum. Durch geteilte Infrastruktur hoffen die Unternehmen jedoch, mehr Nutzer zu gewinnen und über verstärkten Wettbewerb die Preise zu drücken.
Diese Entwicklungen könnten den Internetzugang in Deutschland in den nächsten zwei Jahren grundlegend verändern. Mit geplanten Ausbauten im Saarland, in Osnabrück und Duisburg könnten bis 2026 über 50.000 weitere Haushalte an das Hochgeschwindigkeitsglasfasernetz angeschlossen werden. Der Erfolg hängt dabei von stabilen Partnerschaften und einer wachsenden Nachfrage ab.






