Gerresheimer unter Beschuss: Leerverkäufer und UBS zweifeln an Bilanztricks

Admin User
1 Min.
Ein Prospekt mit einem Firmenlogo und einem Bild einer Tasse.

Gerresheimer unter Beschuss: Leerverkäufer und UBS zweifeln an Bilanztricks

Gerresheimer-Aktie: Angriff durch Leerverkäufer

Zusammenfassung Ein Analysehaus wirft dem Pharmaverpacker aggressive Bilanzierung vor und hält eine Short-Position. Die UBS kritisiert die Informationspolitik des Unternehmens, während sich die Aktie nach einem Kursrutsch leicht erholt.

Gerresheimer AG gerät zunehmend wegen seiner Finanzpraktiken und mangelnder Transparenz in die Kritik. Der Hersteller von Pharmaverpackungen hat einen drastischen Kursverfall erlebt und notiert mittlerweile fast 69 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch. Das Anlegervertrauen ist auf ein Mehrjahrestief gesunken – vor dem Hintergrund von Vorwürfen wegen aggressiver Bilanzgestaltung und fragwürdiger Übernahmen.

Der UBS-Analyst Olivier Calvet übt scharfe Kritik an Gerresheimer, insbesondere wegen unklarer Angaben zu Kreditkonditionen und den Plänen für den Verkauf der Spritzglas-Sparte. Er belässt die Aktie auf „neutral“ und setzt das Kursziel bei 29 Euro an. Unterdessen wirft das Analysehaus Morpheus Research dem Unternehmen vor, das organische Wachstum durch bilanzielle Tricks künstlich aufgebläht zu haben, und hält eine Leerverkäuferposition gegen Gerresheimer.

Die Aktie bleibt stark unter Druck und spiegelt die Sorgen um die finanzielle Stabilität und die Unternehmensführung wider. Das Unternehmen sieht sich nun mit regulatorischen Prüfungen, Skepsis der Aktionäre und wachsendem Druck konfrontiert, die Transparenzprobleme zu lösen. Analysten und Investoren werden die weiteren Entwicklungen genau verfolgen.