Gerresheim bekommt nach 20 Jahren endlich sicheren Fußgänger- und Radtunnel unter den Bahnschienen
Moritz WernerGerresheim bekommt nach 20 Jahren endlich sicheren Fußgänger- und Radtunnel unter den Bahnschienen
Pläne für Fußgänger- und Radfahrertunnel unter den Gleisen des Bahnhofs Gerresheim nehmen nach jahrzehntelanger Debatte konkrete Formen an
Der Ordnungs- und Verkehrsausschuss (OVA) der Stadt hat sich einstimmig für eine Unterführung als Lösung ausgesprochen. Die Entscheidung folgt auf jahrelanges Engagement von Anwohnern und Politikern, die sichere Querungsmöglichkeiten in dem Bereich fordern.
Seit mehr als 20 Jahren setzen sich Bürger und Verantwortliche für einen Tunnel unter den Bahngeleisen in Gerresheim ein. Bereits 2010 wurde ein Siegerentwurf präsentiert, doch die hohen Kosten stoppten damals das Vorhaben. Kürzlich wurden zwei neue Optionen diskutiert: eine Fußgängerunterführung oder ein aufgewerteter Übergang mit Radwegen.
Die Unterführung, mit geschätzten Kosten von 40 Millionen Euro, verspricht eine schnellere Verbindung für Radfahrer und Fußgänger. Bis zu 18 Millionen Euro an Fördermitteln könnten fließen, da das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen (MHKBD NRW) die städtebaulichen Vorteile anerkennt. Die Alternative – ein hochwertiger Übergang – würde zwischen 17 und 23 Millionen Euro kosten, wobei die DB InfraGO etwa die Hälfte übernehmen würde.
Unterdessen sorgte Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller mit der überraschenden Ankündigung eines separaten Tunnelprojekts für den Stadtteil Heerdt für Verwunderung. Gerresheimer Bürger fragten sich daraufhin, warum ihre seit Langem geforderte Lösung immer wieder verschoben wurde. Doch mit dem endgültigen Beschluss des OVA steht nun fest: Die Unterführung ist die bevorzugte Variante – und weckt neue Hoffnung auf eine sichere und direkte Verbindung.
Das genehmigte Projekt geht nun in die Förder- und Planungsphase. Mit potenziellen 18 Millionen Euro Unterstützung könnte endlich eine 20 Jahre alte Forderung nach besserer Infrastruktur erfüllt werden. Die Entscheidung garantiert zudem Barrierefreiheit, da im ursprünglichen Tunnelentwurf Aufzüge vorgesehen waren.






