Gericht stoppt Schließung des TH-OWL-Campus in Höxter – Standort bleibt erhalten
Sophia WeberGericht stoppt Verlegung von Studiengängen aus Höxter - Gericht stoppt Schließung des TH-OWL-Campus in Höxter – Standort bleibt erhalten
Pläne zur Verlegung von Studiengängen vom Standort Höxter an andere Campusse der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) sind durch ein Gerichtsurteil gestoppt worden. Das Verwaltungsgericht Minden erklärte die Entscheidung der Hochschule, die Lehrtätigkeiten in Höxter vollständig einzustellen, für rechtswidrig und setzte damit die geplante Verlegung nach Detmold oder Lemgo aus.
Das Urteil folgt auf eine Klage gegen die Ankündigung der TH OWL, den Campus Höxter zu schließen. Laut Gericht fällt die Schließung eines gesamten Hochschulstandorts nicht in den Ermessensspielraum der Einrichtung. Die Richter bestätigten zudem den Eingriff der Landesregierung im vergangenen Jahr und verwiesen auf deren Verantwortung für die Gestaltung der Hochschullandschaft in Nordrhein-Westfalen.
Der Standort Höxter bleibt rechtlich geschützt, da er explizit im Hochschulgesetz des Landes aufgeführt ist. Eine vollständige Aufgabe des Standorts ist daher ausgeschlossen. Stattdessen hat die Landesregierung von der Hochschule einen detaillierten Nutzungskonzept für den Campus gefordert, um dessen fortlaufende Rolle in der Bildung zu sichern.
Obwohl die TH OWL zuvor angekündigt hatte, die Mensa am "Nachhaltigen Campus Höxter" wegen finanzieller Verluste bis zum Wintersemester 2026/2027 zu schließen, waren keine konkreten Schritte zur vollständigen Schließung des Campus eingeleitet worden. Das Gerichtsurteil verhindert nun jede Verlegung von Studienangeboten und macht die Zukunft des Standorts von einer neuen Betriebskonzeption abhängig.
Die Hochschule steht nun vor der Aufgabe, ein tragfähiges Konzept für die weitere Nutzung Höxters zu entwickeln. Der Campus muss gemäß Landesrecht aktiv bleiben, und die TH OWL muss ihren Betrieb an die gerichtlichen Vorgaben anpassen. Weitere Gespräche zwischen der Hochschule und der Landesregierung sollen die nächsten Schritte klären.






