Funk rechtfertigt umstrittenen Bibel-Vergleich als "Müll auf dem Mond"
Moritz WernerFunk rechtfertigt umstrittenen Bibel-Vergleich als "Müll auf dem Mond"
Funk verteidigt Instagram-Post mit Bibel als „Müll auf dem Mond“
Die digitale Plattform Funk, ein Angebot der öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF für ein junges Publikum, hat einen Instagram-Beitrag verteidigt, in dem die Bibel als „Müll auf dem Mond“ aufgeführt wurde. Der Begriff löste eine Debatte aus, woraufhin das Team die Bedeutung und Absicht der Formulierung erläuterte. Kritiker hatten zuvor bereits Bedenken gegen die Verwendung säkularer Datierungsbegriffe in einem anderen Post geäußert.
In dem Beitrag zählte Funk die Bibel zu Gegenständen wie Asche, Golfbällen und menschlichen Abfällen, die auf dem Mond zurückgelassen wurden. Diese Objekte wurden als „Müll“ bezeichnet, weil sie aufgrund von Platz- und Gewichtsbeschränkungen bei der Rückkehr der Raumfahrzeuge nicht mitgenommen werden konnten. Später erklärte die Plattform, dass der Begriff sich ausschließlich auf vom Menschen geschaffene Dinge beziehe, die ohne menschliches Handeln nicht existieren würden.
Funk betonte, dass die Bezeichnung nicht abwertend gemeint sei. Zudem ging das Team auf frühere Kritik ein, wonach es in einem anderen Post „v. u. Z.“ (vor unserer Zeitrechnung) statt „v. Chr.“ (vor Christus) verwendet hatte. Man argumentierte, der Begriff sei eine neutrale Wahl und solle nicht als Ablehnung christlicher Sprache verstanden werden.
Deutsche Wörterbücher definieren „Müll“ als Abfall aus Haushalten oder Betrieben, der über offizielle Dienstleister gesammelt und entsorgt wird. Funk beharrte darauf, dass die Verwendung des Begriffs in diesem Kontext – also für auf dem Mond zurückgelassene Gegenstände – dieser Definition entspreche.
Mit der Erklärung wollte die Plattform Missverständnisse über die Wortwahl ausräumen. Die Bibel bleibe ein Text von großer historischer und kultureller Bedeutung. Funk machte in seiner Stellungnahme deutlich, dass zwischen menschengemachtem Abfall und dem Wert religiöser Werke zu unterscheiden sei.






