Freiwillige Feuerwehr Schwelm blickt auf rekordverdächtiges Einsatzjahr zurück
Theo BauerFreiwillige Feuerwehr Schwelm blickt auf rekordverdächtiges Einsatzjahr zurück
Freiwillige Feuerwehr Schwelm hält Jahresversammlung ab – über 100 Einsatzkräfte und Gäste anwesend
Bei der diesjährigen Hauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Schwelm versammelten sich mehr als 100 Feuerwehrleute und Gäste, um auf Erfolge, Herausforderungen und die Pläne für das kommende Jahr zurückzublicken. Unter den Geehrten befand sich Oberfeuerwehrmann Michael Cunzemann, der für seinen jahrzehntelangen Einsatz ausgezeichnet wurde.
Über 100 Mitglieder und Gäste nahmen an der Versammlung teil, bei der die Führungskräfte ein ereignisreiches Jahr Revue passieren ließen. Allein 2024 rückten die Einsatzkräfte zu 750 Notfällen aus – fast 200 mehr als im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre. Der deutliche Anstieg der Alarmierungen belastet sowohl die hauptamtlichen als auch die ehrenamtlichen Teams und führt zu Forderungen nach einer besseren Personalausstattung.
Die Wehr begrüßte neue Mitglieder und Beförderungen: Die beiden Anwärter Illja Tilnyi und Lukas Alfter wurden in den aktiven Dienst übernommen, während mehrere Kameraden befördert wurden. Oliver Dag und Markus Kosch berichteten von Fortschritten in der Jugendfeuerwehr, die nun vollständig besetzt ist und wachsendes Interesse bei neuen Bewerbern verzeichnet.
Bürgermeister Stephan Langhard sicherte zu, die längst überfälligen Sanierungen der Schwelmer Feuerwehrhäuser zu beschleunigen. Markus Kosch wies auf den desolaten Zustand der aktuellen Gebäude hin, die nicht nur Sicherheitsrisiken bergen, sondern auch die Nachwuchsgewinnung erschweren. Zudem wurden Pläne zur Modernisierung der Fahrzeugflotte und die Einführung neuer, leichterer Schutzkleidung ab 2025 diskutiert.
Die Versammlungsteilnehmer übermittelten Genesungswünsche an Wehrführer Matthias Jansen, der sich weiterhin in langfristiger Krankschreibung befindet. Oberfeuerwehrmann Michael Cunzemann erhielt für 50 Jahre treuen Dienst das Goldene Ehrenabzeichen des Landes Nordrhein-Westfalen.
Die Veranstaltung unterstrich den dringenden Bedarf an mehr Personal und einer verbesserten Infrastruktur, um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden. Geplante Projekte wie die Sanierung der Wachen und die Aufrüstung der Ausstattung sollen diese Herausforderungen angehen. Gleichzeitig baut die Feuerwehr ihre Reihen weiter aus und würdigt langjährige Mitglieder für ihren Einsatz.






