29 June 2026, 10:02

Freie Wähler fordern gerechtere Rente für körperlich Schwerarbeitende

FREIE WÄHLER in Nordrhein-Westfalen fordern Karrierebonus in der Rentenreform

Freie Wähler fordern gerechtere Rente für körperlich Schwerarbeitende

Ralf Krings, Landesvorsitzender der Freien Wähler in Nordrhein-Westfalen, hat die aktuelle Rentenpolitik scharf kritisiert. Es sei inakzeptabel, dass Berufstätige in der Pflege oder im Baugewerbe deutlich länger arbeiten müssten, bevor sie in Rente gehen könnten.

Krings verweist auf die körperlichen Belastungen, denen Pflegekräfte, Dachdecker und Zimmerleute ausgesetzt seien. Diese Berufsgruppen begannen oft früher im Arbeitsleben und seien im Vergleich zu Akademikern in Bereichen wie Ingenieurwesen, Medizin oder Jura deutlich stärker belastet.

Er schlägt ein System vor, in dem Beschäftigte in körperlich anstrengenden Berufen für jedes gearbeitete Jahr einen Monat früher ohne Rentenkürzungen in den Ruhestand gehen könnten. Umgekehrt solle, wer in weniger belastenden Tätigkeiten arbeite, pro Beschäftigungsjahr einen Monat länger arbeiten müssen, um eine volle Rente zu erhalten.

Zudem fordert Krings einen Berufsbonus, der die härteren Arbeitsbedingungen in bestimmten Branchen anerkennt. Eine solche Regelung könnte diese Jobs für Nachwuchskräfte attraktiver machen, so Krings. Gleichzeitig könnte sie helfen, den Fachkräftemangel zu mildern.

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Nach Ansicht von Krings berücksichtige das starre Renteneintrittsalter nicht die unterschiedlichen Anforderungen der Berufe. Seine Vorschläge zielten darauf ab, die körperlichen Belastungen bestimmter Tätigkeiten mit faireren Rentenbedingungen auszugleichen. Die Änderungen könnten beeinflussen, wie lange Menschen arbeiten und wann sie – je nach Beruf – in Rente gehen können.

Quelle