28 April 2026, 12:07

Frauenfilmfestival 2023 zeigt mutige Kämpfe um Land und Gerechtigkeit

Karte von Nordamerika, die die englischen, französischen und spanischen Territorialansprüche und Besetzungen zu Beginn des Franzosen- und Indianerkrieges zeigt, mit farblich kodierten und fettgedruckten Regionen innerhalb eines dekorativen Rahmens.

Frauenfilmfestival 2023 zeigt mutige Kämpfe um Land und Gerechtigkeit

Das Internationale Frauenfilmfestival 2023 (IFFF) Dortmund/Köln präsentierte mutige Geschichten von Widerstand und Solidarität

Die diesjährige Ausgabe des Festivals rückte Filmemacherinnen in den Fokus, die sich mit Landrechten, politischen Kämpfen und historischen Ungerechtigkeiten auseinandersetzen. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Thema Gemeinschaftsland (Common Land), das die Verbindungen zwischen Menschen und den Territorien untersucht, für deren Schutz sie kämpfen.

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Im Wettbewerb um den besten Spielfilm wurden eindrucksvolle Werke wie Nunkui, Sechswochenamt und God Will Not Help gezeigt – allesamt Geschichten von Frauen, die sich gemeinsam gegen Unterdrückung stellen. Florence Lazars Dokumentarfilm Du glaubst, die Erde sei ein toter Körper (You Think the Earth Is a Dead Thing) begleitete martinikanische Aktivistinnen im Kampf gegen die ökologische Zerstörung durch Bananen-Monokulturen. Unser Land, unsere Freiheit (Our Land, Our Freedom) hingegen erzählte von einer Kenianerin, die für die Rückführung der Überreste ihres Vaters und die Rückgabe von Land an die Nachfahren der Mau-Mau-Rebellen kämpft.

Die Sektion Fokus präsentierte zudem Ôrí der brasilianischen Regisseurin Raquel Gerber, ein Werk über den schwarzen Widerstand während der Diktaturjahre in Brasilien. Neben den Filmvorführungen vertieften Diskussionen die behandelten Themen, darunter ein Videovortrag der Autorin Silvia Federici (Caliban und die Hexe), die historische Hexenverfolgungen mit der Ausbeutung von Frauen und Land in Verbindung brachte.

Zu den prägenden Persönlichkeiten des Festivals zählte die erfahrene Kamerafrau und Professorin an der Deutschen Film- und Fernsehakademie Berlin (DFFB), Sophie Maintigneux. Anfangs war sie eine von nur drei Kamerafrauen in Frankreich und arbeitete unter anderem mit Éric Rohmer zusammen. Später wandte sie sich dem Dokumentarfilm zu, angezogen von der kreativen Freiheit und der gesellschaftlichen Verantwortung des Genres. Bis heute setzt sie sich für bessere Sichtbarkeit und Arbeitsbedingungen von Frauen in der Filmbranche ein.

Das IFFF 2023 brachte drängende Themen wie Landrückgewinnung und politischen Widerstand auf die Leinwand. Filme wie Ôrí und Unser Land, unsere Freiheit unterstrichen das Engagement des Festivals, marginalisierten Stimmen Gehör zu verschaffen. Gleichzeitig wurde die Forderung nach mehr Repräsentation und Unterstützung für Frauen in der Filmindustrie nachdrücklich bekräftigt.

Quelle