Ford Köln streicht 3.000 Jobs – Elektroauto-Flaute zwingt zum Ein-Schicht-Betrieb
Charlotte WagnerDer Schreckgespenst der Entlassungen verschwindet bei Ford - Ford Köln streicht 3.000 Jobs – Elektroauto-Flaute zwingt zum Ein-Schicht-Betrieb
Fords Werk in Köln streicht fast 3.000 Stellen im Rahmen eines umfassenden Sparprogramms. Die Kürzungen folgen einer schwachen Nachfrage nach Elektrofahrzeugen und führen zu einer Umstellung von zwei auf eine Produktionsschicht. Die Belegschaft schrumpft damit auf unter 9.000 Beschäftigte – zu Jahresbeginn waren es noch etwa 10.500.
Die Entlassungen begannen Anfang 2024 abrupt: Ford strich nahezu 1.000 Stellen in der Produktion. Dieser Schritt erfolgte, nachdem das Unternehmen mit geringen Absatzzahlen bei Elektromodellen zu kämpfen hatte und daher auf den Ein-Schicht-Betrieb umstellen musste.
Die Kürzungen sind Teil eines breiter angelegten Sparpakets, das im vergangenen Sommer beschlossen wurde. Ursprünglich hatte Ford das Ziel ausgegeben, 2.900 Stellen abzubauen – ein Vorhaben, das nun vollständig umgesetzt wurde. Rund 2.100 Mitarbeiter:innen nahmen freiwillige Abfindungsangebote an, weitere 800 Arbeitsplätze wurden an externe Investoren übertragen.
Es hatte Befürchtungen gegeben, dass bei Verfehlung der Sparziele weitere Kürzungen oder sogar betriebsbedingte Kündigungen nötig werden könnten. Doch da sich genug Beschäftigte für einen freiwilligen Austritt entschieden, konnte das Unternehmen Zwangsentlassungen vermeiden.
Bisher gibt es keine Informationen dazu, wie sich diese Veränderungen auf Fords Elektrofahrzeugproduktion in Deutschland auswirken oder welche Modelle künftig priorisiert werden.
Die Belegschaft im Kölner Ford-Werk zählt nun weniger als 9.000 Mitarbeiter:innen. Das Unternehmen erreichte seine Sparziele, ohne auf betriebsbedingte Kündigungen zurückgreifen zu müssen. Aufgrund der geringen Nachfrage nach Elektroautos läuft die Produktion weiterhin im Ein-Schicht-Betrieb.