Feuerwehrverband NRW stellt harte Forderungen an Koalition für besseren Zivilschutz
Sophia WeberFeuerwehrverband NRW stellt harte Forderungen an Koalition für besseren Zivilschutz
Feuerwehrverband Nordrhein-Westfalen legt Forderungen für Koalitionsverhandlungen vor
Der Landesfeuerwehrverband Nordrhein-Westfalen hat seine zentralen Forderungen für die laufenden Koalitionsverhandlungen der neuen Bundesregierung vorgelegt. Im Mittelpunkt stehen die volle Finanzierung des Zivilschutzes sowie eine stärkere Unterstützung für freiwillige Feuerwehrleute. Die Vorschläge wurden offiziell an die Verhandlungsteams übermittelt, die den Koalitionsvertrag ausarbeiten.
Kernpunkt der Forderungen ist die Gleichstellung des Zivilschutzes mit der Bundeswehr in puncto Bundesförderung. Der Verband argumentiert, dass die nationale Sicherheit gleichermaßen auf militärischen und zivilen Kapazitäten beruhe – doch während die Streitkräfte seit Jahrzehnten ausreichend ausgestattet würden, sei die zivile Infrastruktur sträflich vernachlässigt worden.
Darüber hinaus fordert der Verband, dass alle Verletzungen, die im Rahmen des freiwilligen Feuerwehrdienstes erlitten werden, automatisch als Dienstunfälle anerkannt werden. Dies würde den Betroffenen besseren Schutz und angemessene Entschädigungen sichern, wenn sie sich bei Einsätzen für die Allgemeinheit verletzen.
Falls die Allgemeine Wehrpflicht wiedereingeführt werden sollte, pocht der Verband auf die Rückkehr zum früheren Modell des Zivildienstes im Bereich Zivil- und Katastrophenschutz. Die Dauer dieses Ersatzdienstes solle dabei der Länge des Militärdienstes entsprechen, um eine ausgewogene Herangehensweise an die nationalen Dienstpflichten zu gewährleisten.
Ein weiterer zentraler Punkt ist die Aufnahme von Feuerwehrwachen in die Bundesinfrastrukturförderung. Der Verband weist darauf hin, dass viele Wachen bundesweit veraltet seien und dringend modernisiert werden müssten.
Die Vorschläge liegen nun den Teams vor, die den Koalitionsvertrag ausarbeiten. Bei einer Umsetzung würden sie zu einer besseren finanziellen Ausstattung des Zivilschutzes und verbesserten Rahmenbedingungen für freiwillige Feuerwehrleute führen. Zudem zielen die Empfehlungen darauf ab, dass ein künftiges Wehrpflichtsystem klare Möglichkeiten für einen Ersatzdienst im Katastrophenschutz vorsieht.






