FDP Solingen lehnt 19°C in Klassenzimmern ab – "Schüler sollen nicht frieren"
Moritz WernerFDP Solingen lehnt 19°C in Klassenzimmern ab – "Schüler sollen nicht frieren"
Die Freie Demokratische Partei (FDP) in Solingen lehnt einen Vorschlag ab, die Klassenzimmertemperaturen in diesem Winter auf 19°C abzusenken. Der Stadtrat wird nach den Herbstferien über die Angelegenheit entscheiden. Die Partei argumentiert, dass eine solche Maßnahme gegen bundesweite Vorschriften verstoßen und den Komfort der Schülerinnen und Schüler beeinträchtigen würde.
In den vergangenen beiden Schuljahren führte häufiges Lüften aufgrund von COVID-19 oft zu kalten Klassenzimmern. Dies habe laut Berichten den Unterricht gestört und bei den Kindern Unbehagen ausgelöst. Die FDP betont, dass Schüler nicht in kalten Räumen lernen müssten.
Gleichzeitig unterstützt die Partei energiesparende Maßnahmen an Schulen, etwa durch Aufklärung über das Heizen bei gekippten Fenstern. Statt die Temperaturen zu senken, schlägt sie vor, unnötiges Lüften in Fluren zu reduzieren, um Kosten zu sparen.
Rechtliche Bedenken stärken die Position der FDP. Nach deutschem Arbeits- und Unfallversicherungsrecht müssen Klassenzimmer mindestens 20°C warm sein. Nachbarstädte wie Wuppertal und Remscheid planen keine Einschränkungen bei der Beheizung ihrer Schulen. Die FDP warnt, dass ein Alleingang Solingens ein falsches Signal senden und die regionale Einheitlichkeit brechen könnte.
Der Stadtrat wird nach den Herbstferien über den Antrag abstimmen. Sollte er angenommen werden, bestünde die Gefahr eines Verstoßes gegen bundesweite Regelungen. Die Haltung der FDP zeigt sowohl praktische als auch rechtliche Hürden des Vorhabens auf.






