FDP kritisiert Solingens radikales Außengastronomie-Verbot während der Bauarbeiten
Charlotte WagnerFDP kritisiert Solingens radikales Außengastronomie-Verbot während der Bauarbeiten
Robert Weindl, der FDP-Sprecher im Solinger Ausschuss für Stadtentwicklung, hat die Entscheidung der Stadt scharf kritisiert, während der gesamten Bauphase sämtliche Außengastronomie entlang der Düsseldorfer Straße zu verbieten. Die Sondergenehmigung für die Außenbestuhlung in dem Bereich war am 15. Januar 2023 ausgelaufen, sodass Gastronomen nun keine Alternativen mehr haben.
Das Bauvorhaben umfasst umfangreiche Arbeiten, die von zwei Punkten aus starten: vom Marktplatz aus in die Düsseldorfer Straße hinein sowie von der Mitte der Fußgängerzone in Richtung Bahnhof. Um einen ungehinderten Zugang zu gewährleisten, müssen sämtliche Außenmöbel und Absperrungen aus der gesamten Fußgängerzone entfernt werden.
Weindl erkannte zwar die stufenweise Planung und die verkürzte Zeitachse des Projekts an. Dennoch hielt er das vollständige Verbot der Außengastronomie für die gesamte Bauzeit für überzogen. Stattdessen schlug er vor, vorübergehende, lokal begrenzte Lösungen zu prüfen – etwa die Schließung benachbarter Parkplätze oder die Freigabe der Außengastronomie an Wochenenden in Ohligs.
Die FDP beabsichtigt nun, in der nächsten Ausschusssitzung einen Antrag einzubringen, der bessere Möglichkeiten zur Aufrechterhaltung der Außengastronomie während der Bauarbeiten fordert. Eine neue Genehmigung für die Außenbestuhlung soll erst nach Abschluss der Arbeiten geprüft werden.
Die Stadtverwaltung betont, dass die Räumung der Fußgängerzone für den Baustellenverkehr unverzichtbar sei. Ohne Änderungen bleiben den Gastronomen bis zum Projektende keine Möglichkeiten für Außengastronomie. Der FDP-Antrag könnte jedoch zu alternativen Regelungen für die betroffenen Betriebe führen.






