FC Köln: Fan-Protest beim Derby erschüttert Stadion – Kessler kündigt Aufklärung an

Admin User
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Ein Fuballspiel im Gange mit sechs Spielern auf dem Feld, drei Fubälle sichtbar, zahlreiche Zuschauer in Regenjacken und mit Schirmen, sowie mehrere Kameraleute bei der Arbeit.

FC Köln: Fan-Protest beim Derby erschüttert Stadion – Kessler kündigt Aufklärung an

Kölns Kessler kündigt Wiederholung des Derbys gegen FC Rostocks an

Hunderte Fans verlassen protestierend das Stadion – Stimmung kippt. Der FC will die Gründe für die angeblich überzogenen Kontrollen aufklären.

  1. Dezember 2025, 05:12 Uhr

Etwa 500 Fans des 1. FC Köln verließen am Sonntag während des Rhein-Derbys gegen Bayer Leverkusen demonstrativ das Stadion. Der Protest folgte auf Beschwerden über überzogene Polizeikontrollen, darunter Berichte über angebliche Entkleidungen an den Stadioneingängen. Die ungewöhnliche Stille auf den Rängen fiel mit einem schwachen Start der Heimmannschaft zusammen.

Die Anhänger begründeten ihren Boykott mit dem, was sie als "unangemessene" und übermäßig aufdringliche Kontrollen vor dem Spiel bezeichneten. Medienberichten zufolge sollen einige Fans sogar einer Leibesvisitation unterzogen worden sein, was unter den Auswärtsfans Empörung auslöste. Bis zur 20. Minute hatten etwa 500 Zuschauer ihre Plätze verlassen.

Die gedrückte Atmosphäre schien sich auch auf die Spieler auszuwirken – der 1. FC Köln hatte in der ersten Halbzeit sichtbare Probleme. Nach dem Spiel wies Sportdirektor Thomas Kessler Vorwürfe zurück, der Protest sei unbegründet gewesen. Er betonte, die Sorgen der Fans seien ernst zu nehmen und müssten aufgeklärt werden.

Kessler kritisierte zudem Leverkusen-Geschäftsführer Simon Rolfes, der trotz der Kontroverse die Spielatmosphäre gelobt hatte. Der Kölner Direktor kündigte an, der Verein werde den Vorfall umfassend aufarbeiten. An den Gesprächen sollen Vorstand, der eingetragene Verein sowie möglicherweise externe Stellen beteiligt sein.

Der Protest wirft Fragen zu den Sicherheitsmaßnahmen im deutschen Fußball auf. Die Verantwortlichen des 1. FC Köln werden nun die Ereignisse vor dem Boykott prüfen. Eine offizielle Stellungnahme wird nach Abschluss der internen Beratungen erwartet.