Fair gehandeltes Bio-Obst aus Kalabrien hilft Migrant:innen im Bergischen Land
Charlotte WagnerFair gehandeltes Bio-Obst aus Kalabrien hilft Migrant:innen im Bergischen Land
Fair-Handels-Initiative bringt Bio-Obst aus Süditalien ins Bergische Land
Eine neue Fair-Handels-Aktion bringt biologisches Obst aus Süditalien in die Region Bergisches Land. Die von der Evangelischen Kirche getragene Kampagne setzt sich für ethische Landwirtschaft und die Unterstützung von Migrant:innen in Kalabrien ein. Bestellungen für die letzte Lieferung Anfang März sind ab sofort möglich.
Das Orange-Netzwerk organisiert die Lieferung frischer, fair gehandelter Produkte. Das Obst, angebaut und geerntet von SOS Rosarno – einer Genossenschaft kleiner Bauernbetriebe – kann am 7. März an den Technischen Betrieben Solingen in Gräfrath abgeholt werden. Kund:innen können 10-Kilogramm-Kisten mit Orangen für 33 Euro bestellen. Zudem gibt es Clementinen, Zitronen, Granatäpfel und Avocados. Alle Bestellungen müssen über die Website des Netzwerks aufgegeben werden.
SOS Rosarno engagiert sich für die Verbesserung der Lebensbedingungen von rund 2.500 afrikanischen Migrant:innen in Kalabrien. Viele von ihnen verdienen derzeit nur 25 Euro am Tag und leben unter prekären Bedingungen ohne grundlegende Versorgung. Die Genossenschaft sichert faire Löhne, indem sie direkte Beziehungen zwischen Erzeuger:innen, Arbeiter:innen und Verbrauchergruppen aufbaut.
An der Kampagne beteiligen sich mehrere Partner, darunter die Evangelische Kirche Solingen, Fair-Handels-Läden, die Vereinigte Evangelische Mission und der Krämerladen Wermelskirchen. Die Erlöse aus dem Obstverkauf kommen der Arbeit von SOS Rosarno sowie dem Flüchtlingsprojekt Mediterranean Hope zugute.
Die Initiative versorgt lokale Verbraucher:innen mit frischem Bio-Obst und fördert gleichzeitig nachhaltige Anbaumethoden. Gleichzeitig werden Spenden für wichtige Projekte gesammelt, die Migrant:innen und Geflüchtete unterstützen. Der vorläufige Abholtermin für die Bestellungen ist der 7. März in Gräfrath.
