04 May 2026, 18:03

Fachkräftemangel im Handwerk: 200.000 Stellen unbesetzt – was jetzt hilft

Schwarze und weiße Zeitungsanzeige auf der Suche nach Arbeitskräften, mit dichter Textbeschreibung.

Fachkräftemangel im Handwerk: 200.000 Stellen unbesetzt – was jetzt hilft

Deutschlands Handwerk leidet unter massivem Fachkräftemangel – über 200.000 Stellen sind unbesetzt. Doch die Lücke wird sich in den kommenden Jahren weiter vergrößern, da immer mehr Beschäftigte in den Ruhestand gehen. Experten warnen: Ohne Gegenmaßnahmen könnte der Personalnotstand die Rolle des Handwerks als Rückgrat der Wirtschaft gefährden.

Liborio Manciavillano, Geschäftsführer der HWS Handwerks-Schmiede GmbH, unterstützt Handwerksbetriebe dabei, ihre Zukunft zu sichern. Sein Unternehmen bietet ein 12-Monats-Programm an, das mittelständischen Betrieben hilft, digitale Methoden in den Bereichen Management, Personalgewinnung und Kundenansprache einzuführen.

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Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, empfiehlt die HWS fünf zentrale Strategien. Erstens sollten Betriebe soziale Medien nutzen, um Karrierewege aufzuzeigen und Auszubildende zu gewinnen. Zweitens ist es entscheidend, junge Talente zu halten – durch gute Arbeitsbedingungen, strukturierte Ausbildung und eine starke Einbindung ins Team.

Drittens lässt sich die Attraktivität als Arbeitgeber steigern, indem Prozesse verschlankt, digitale Tools eingesetzt und eine reibungslose Organisation sichergestellt werden. Viertens helfen Weiterbildungsangebote und klare interne Aufstiegschancen, erfahrene Mitarbeiter langfristig zu binden. Fünftens können ein starkes Arbeitgeberimage das ganze Jahr über sowie ein vereinfachtes Bewerbungsverfahren neue Fachkräfte anziehen.

Die Nachfrage nach qualifizierten Handwerkern steigt weiter – doch viele Betriebe kämpfen darum, offene Stellen zu besetzen. Durch strukturierte Personalgewinnung, gezielte Ausbildung und digitale Lösungen können Unternehmen im Wettbewerb um Arbeitskräfte besser bestehen. Ohne diese Schritte droht sich die Personalnot in den nächsten Jahren weiter zu verschärfen.

Quelle