02 May 2026, 12:03

Fachkonferenz in Recklinghausen diskutiert Extremismus und Hass im Netz

Plakat für die Radiosendung "Die Stimme der liberalen Muslime", das Bilder von Menschen mit Kopfhörern und Mikrofonen zeigt, die sich unterhalten.

Fachkonferenz in Recklinghausen diskutiert Extremismus und Hass im Netz

Fachkonferenz zu Extremismusbekämpfung und antimuslimischem Rassismus am Kuniberg Berufskolleg in Recklinghausen

Am 21. Januar 2025 fand am Kuniberg Berufskolleg in Recklinghausen eine Konferenz zur Bekämpfung von Extremismus und antimuslimischem Rassismus statt. Die Veranstaltung brachte Polizeibeamte, Schulmitarbeiter, Bürgermeister und Kommunalvertreter zusammen, um sich mit den Radikalisierungsrisiken durch soziale Medien auseinanderzusetzen. Ziel der Organisatoren war es, die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Strafverfolgungsbehörden bei der Bekämpfung von Hassrede und extremistischen Einflüssen zu stärken.

Unter dem Titel „Antimuslimischer Rassismus und Islamismus im Kontext des Einflusses sozialer Medien – eine Herausforderung für Polizei und Schulen“ lag der Fokus auf dem Schutz junger Menschen vor Online-Radikalisierung. In Arbeitsgruppen erarbeiteten die Teilnehmer neue Strategien, um extremistischen Narrativen entgegenzuwirken – insbesondere solchen, die von Predigern auf TikTok verbreitet werden.

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide, Direktor des Zentrums für Islamische Theologie an der Universität Münster, leitete die Diskussionen zu extremistischen Ideologien und deren Anziehungskraft auf Jugendliche. Als Mitglied der Task Force Islamismusprävention des Bundesinnenministeriums betonte er die Dringlichkeit, Online-Radikalisierung zu verhindern. Für seine herausragenden Leistungen war er bereits im November 2024 mit der Goldenen Verdienstmedaille Österreichs ausgezeichnet worden.

Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen unterstrich die Notwendigkeit eines interdisziplinären Dialogs, um sowohl islamistische Bedrohungen als auch antimuslimische Ressentiments zu bekämpfen. Katharina Große-Westermann von der Schulberatungsstelle Bottrop verwies auf das Fehlen attraktiver Alternativen zu hasserfüllten Online-Inhalten. Sie forderte eine Stärkung der Medienkompetenzprogramme, um Kindern und Jugendlichen eine kritische Auseinandersetzung mit digitalen Inhalten zu ermöglichen.

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Die Konferenz festigte die Zusammenarbeit zwischen Schulen und Polizei im Kampf gegen Extremismus. Die Organisatoren planen, auf Basis der Diskussionen konkrete Maßnahmen gegen Radikalisierung zu entwickeln. Künftige Initiativen sollen junge Menschen darin bestärken, schädlichen Online-Einflüssen widerstehen zu können.

Quelle