Europäische Razzia in Aachen: 56 Beschäftigte in 13 Betrieben überprüft – 17 Ermittlungen eingeleitet
Moritz WernerEuropäische Razzia in Aachen: 56 Beschäftigte in 13 Betrieben überprüft – 17 Ermittlungen eingeleitet
Zollbeamte in Aachen haben im Rahmen einer europaweiten Razzia Kontrollen in örtlichen Restaurants und Imbissen durchgeführt. Die Überprüfungen zielten auf illegale Beschäftigung und Menschenhandel ab – dabei wurden 56 Arbeitnehmer in 13 Betrieben überprüft. Die Aktion war Teil abgestimmter Kontrolltage mit der Beteiligung von 27 Ländern im vergangenen September.
Das Hauptzollamt Aachen leitete die Inspektionen in Aachen, Euskirchen und Heinsberg. Die dortige Einheit Finanzkontrolle Schwarzarbeit beteiligt sich regelmäßig an europäischen Kontrolltagen, um Arbeitsausbeutung und organisierte Kriminalität zu bekämpfen. Ziel dieser Maßnahmen ist es, grenzüberschreitend agierende kriminelle Netzwerke zu zerschlagen.
Bei den Kontrollen wurden 17 Ermittlungsverfahren eingeleitet. In sechs Fällen ging es um illegalen Aufenthalt, in vier um Beihilfe zu Straftaten. Fünf Betriebe fielen durch Verstöße gegen den Mindestlohn auf, drei wegen vorenthaltenen Lohns und zwei wegen unzureichender Arbeitszeiterfassung.
In Euskirchen erstattete die Polizei drei Strafanzeigen – zwei wegen illegalen Aufenthalts und eine wegen Beihilfe. Zudem wurde eine gesuchte Person den Behörden übergeben.
Die Überprüfungen unterstreichen die anhaltenden Bemühungen, Arbeitsausbeutung und illegale Beschäftigung in der Region zu bekämpfen. Die Behörden arbeiten weiterhin mit europäischen Partnern zusammen, um Verstöße aufzudecken und zu verfolgen. Weitere Ermittlungen könnten folgen, sobald die Fälle den rechtlichen Instanzweg durchlaufen.






