EU führt strenge IBAN-Prüfung ein: So schützt Sie die neue Betrugsregel ab Oktober
Sophia WeberEU führt strenge IBAN-Prüfung ein: So schützt Sie die neue Betrugsregel ab Oktober
Neue EU-Regel gegen Zahlungsbetrug tritt in Kraft
Ab dem 9. Oktober müssen Banken in der gesamten EU prüfen, ob der Name des Empfängers mit der angegebenen IBAN übereinstimmt, bevor sie Euro-Überweisungen ausführen. Die Maßnahme, Empfängerprüfung (engl. Verification of Payee, VoP) genannt, soll verhindern, dass Kriminelle Opfer dazu bringen, Geld auf falsche Konten zu überweisen.
Betrüger nutzen oft gefälschte E-Mails, fingierte Jobangebote oder andere Tricks, um Menschen zu täuschen und sie zu Überweisungen auf falsche Konten zu verleiten. Häufig werden Zahlungen dabei auf Konten umgelenkt, die von Kriminellen kontrolliert werden – statt an den eigentlichen Empfänger. Künftig müssen Banken vor der Freigabe von Geldern prüfen, ob der Kontoname mit der IBAN übereinstimmt.
Stimmen die Angaben überein, wird die Überweisung wie gewohnt ausgeführt. Gibt es jedoch Abweichungen, muss die Bank eine Warnung ausgeben. Kunden können dann selbst entscheiden, ob sie die Transaktion trotzdem durchführen – übernehmen aber im Falle eines Ignorierens der Warnung persönlich die Haftung für etwaige Verluste, es sei denn, das Bankensystem bestätigt später doch eine Übereinstimmung.
Die Regelung gilt für fast alle Euro-Überweisungen, einschließlich Echtzeitzahlungen, die ab Oktober von allen Finanzinstituten angeboten werden müssen. Allerdings können für diese schnelleren Transaktionen zusätzliche Gebühren anfallen. Die Namens- und IBAN-Prüfung ist bei Überweisungen außerhalb der EU nicht verpflichtend.
Banken erstatten Betrugsopfern nur dann den Schaden, wenn Kunden alle notwendigen Vorsichtsmaßnahmen getroffen haben und keine Schuld trifft. Unterdessen bietet die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) ein Vergleichstool an, mit dem Verbraucher Kontogebühren und Leistungen vergleichen können.
Das neue Empfängerprüf-System startet am 9. Oktober und umfasst den Großteil der Euro-Transaktionen. Banken werden Kunden bei abweichenden Angaben warnen – wer trotzdem überweist, riskiert jedoch den Verlust des Geldes. Die Änderung ist Teil umfassender Bemühungen, Betrug einzudämmen, während Verbraucher weiterhin die Verantwortung für ihre Überweisungen tragen.






