E.ON-Chef warnt vor Drohnenangriffen und Russlands unberechenbarer Energiepolitik

Admin User
2 Min.
Eine Szene mit Wasser, Booten, Geb├Ąuden, Strommasten und Himmel im Hintergrund.

E.ON-Chef warnt vor Drohnenangriffen und Russlands unberechenbarer Energiepolitik

Leonhard Birnbaum, Vorstandsvorsitzender des deutschen Energiekonzerns E.ON, hat ernste Bedenken hinsichtlich der Sicherheitsrisiken für kritische Infrastruktur geäußert. In einer jüngsten Stellungnahme wies er auf die Gefahr durch nicht identifizierte Drohnen hin, die über deutsche Kraftwerke und Flughäfen fliegen. Seine Warnungen erfolgen vor dem Hintergrund der angespannten Lage in der Energiesicherheit und der russischen Handlungen in der Ukraine.

Birnbaum betonte, Russland könne nicht länger als verlässlicher Energiepartner betrachtet werden. Als deutlichen Beleg für diese Unzuverlässigkeit führte er den anhaltenden Krieg des Landes in der Ukraine an. Der E.ON-Chef bestätigte zudem, dass die beschädigte Pipeline Nord Stream 1 weiterhin außer Betrieb sei – Teile der Leitung seien seit dem Sabotageakt im vergangenen Jahr mit Ostseewasser geflutet.

Er mahnte zur Vorsicht bei einer möglichen Wiederinbetriebnahme der Pipeline und argumentierte, dass strategische Energieabkommen mit Russland künftig die Nachbarländer einbeziehen müssten. Für Birnbaum handelt es sich dabei nicht um ein rein deutsches, sondern um ein europäisches Problem. E.ON hält einen Anteil von 9 Prozent an der Betreibergesellschaft Nord Stream AG, die vor dem Angriff mehrheitlich vom russischen Staatskonzern Gazprom kontrolliert wurde.

Über die Pipelinethematik hinaus warnte Birnbaum vor den wachsenden Risiken durch Drohnenaktivitäten in der Nähe sensibler Anlagen. Er zog Parallelen zu den russischen Angriffen auf ukrainische Infrastruktur und forderte strengere Maßnahmen, um ähnliche Bedrohungen in Deutschland zu verhindern.

Die Äußerungen des Vorstandsvorsitzenden unterstreichen den Wandel in der europäischen Energielandschaft. Angesichts der weiterhin lahmgelegten Nord Stream 1 und der alarmierenden Drohnenvorfälle spiegeln Birnbaums Positionen die allgemeine Verunsicherung über die Abhängigkeit von russischer Energie wider. Sein Appell an ein gemeinsames europäisches Vorgehen deutet auf ein stärkeres Bestreben nach abgestimmten Energiepolitiken in Zukunft hin.