Duisburg will Olympische Spiele 2036: Bürger:innen entscheiden per Referendum
Sophia WeberDuisburg will Olympische Spiele 2036: Bürger:innen entscheiden per Referendum
Duisburg bewirbt sich gemeinsam mit der Region Köln-Rhein-Ruhr um die Austragung der Olympischen und Paralympischen Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044. Die Initiative erhält prominente Unterstützung von der lokalen Athletin Nele Moos, die bei den Paralympics 2024 in Paris Silber gewann. Bald können die Bürger:innen in einem Referendum entscheiden, ob Duisburg Teil des offiziellen Bewerbungsverfahrens wird.
Mit der Bewerbung konkurriert Duisburg direkt mit Berlin, Hamburg und München. Sollte die Stadt den Zuschlag erhalten, wären die Ruder-, Kanu-, Para-Ruder- und Para-Kanu-Wettbewerbe auf der Regattabahn im Sportpark Wedau geplant. Die Schauinsland-Reisen-Arena, ebenfalls im Sportpark gelegen, soll Austragungsort für das olympische und paralympische Sportklettern werden – inklusive Bouldern, Lead und Speed.
Eine starke Fürsprecherin der Duisburger Bewerbung ist Nele Moos, die ihre sportliche Laufbahn in der Stadt begann. Noch immer mit ihrem Jugendverein, Eintracht Duisburg 1848, verbunden, fungiert sie nun als Botschafterin für die Bewerbung. Moos betont den besonderen Charakter der Stadt, ihre Vielfalt und den Gemeinschaftssinn als zentrale Stärken für die Ausrichtung der Spiele.
Bevor eine endgültige Entscheidung fällt, stimmen die Bürger:innen in Duisburg und anderen Bewerberstädten in lokalen Referenden ab. Das Ergebnis entscheidet, ob die Stadt im nationalen Auswahlverfahren bleibt. Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) wird den Gewinner der Bewerbung am 26. September 2026 bekannt geben.
Die Ergebnisse der Referenden werden maßgeblich beeinflussen, welche Rolle Duisburg in der Bewerbung spielt. Bei Erfolg könnten die bestehenden Sportstätten der Stadt zu zentralen Schauplätzen der Spiele werden. Die finale Entscheidung des DOSB wird dann zeigen, ob die Region Köln-Rhein-Ruhr als offizieller deutscher Kandidat ins Rennen geht.