Digitalpakt 2.0: Solingen Schulen begr├╝├čen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang

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Digitalpakt 2.0: Solingen Schulen begr├╝├čen Einigung - Aber die Liste der Mängel bleibt lang

DigitalPakt 2.0: Solinger Schulen begrüßen die Einigung – doch die Mängelliste bleibt lang

Solingen – Nach mehr als einem Jahr Stillstand gibt es endlich Bewegung bei der digitalen Ausstattung der Schulen: Bund und Länder haben sich auf den DigitalPakt 2.0 verständigt. In Solingen wird die Entscheidung grundsätzlich begrüßt – doch von Euphorie kann keine Rede sein. Zu viele Baustellen gibt es noch, zu viele Geräte liegen seit Langem kaputt in den Regalen.

Schulen in Solingen erhalten durch den DigitalPakt 2.0 langfristige Fördergelder für die digitale Modernisierung. Das auf fünf Jahre angelegte Programm soll Klassenzimmer fit für die Zukunft machen – doch Sorgen über gekürzte Budgets und anhaltende technische Probleme bleiben. Zwar wird die Einigung prinzipiell positiv aufgenommen, doch viele fürchten, dass das Geld nicht ausreichen wird, um den wachsenden Bedarf zu decken.

Bund und Länder haben den DigitalPakt 2.0 beschlossen, um die digitale Infrastruktur an Schulen zu verbessern. Dies folgt auf Jahre der Unterfinanzierung, in denen defekte Geräte in Solingen oft ungenutzt blieben und den Unterricht behinderten. Die neue Vereinbarung verspricht ein vereinfachtes Vergabeverfahren, das von der Kultusministerkonferenz (KMK) unter dem Vorsitz von Simone Oldenburg koordiniert wird.

Doch trotz des Engagements fällt das Budget für den DigitalPakt 2.0 deutlich geringer aus als bei seinem Vorgänger. Schulen könnten Schwierigkeiten haben, veraltete Technik zu ersetzen – geschweige denn, in neue Technologien zu investieren. Der Verband Bildung und Erziehung (VBE), der Lehrkräfte vertritt, warnt davor, dass Länder die Bundesmittel nutzen könnten, um bestehende Ausgaben zu decken – statt neue Projekte anzustoßen. Der VBE fordert schnellere, bürokratiearme Förderverfahren und klare Vorgaben, wofür das Geld eingesetzt werden soll. Schulen bräuchten mehr als nur Hardware, betont der Verband: moderne Lehrmethoden, KI-taugliche Systeme und Fortbildungen für das Personal seien ebenso entscheidend. Um künftige Engpässe zu vermeiden, fordert die Gewerkschaft bereits jetzt Gespräche über einen DigitalPakt 3.0.

Der DigitalPakt 2.0 gibt Solinger Schulen zwar Planungssicherheit für fünf Jahre – doch das reduzierte Budget wirft Fragen nach seiner Wirksamkeit auf. Angesichts der vielen defekten Geräte und steigender Ansprüche an moderne Technik wird der Erfolg des Programms davon abhängen, wie effizient die Mittel verteilt werden. Der VBE macht deutlich: Ohne weitere Investitionen und klarere Prioritäten könnte die digitale Bildung in wenigen Jahren erneut vor einer Finanzierungskrise stehen.