Deutsche Telekom übernimmt DOKOM21-Glasfasernetz in Essen für 25.000 Haushalte

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Zwei Personen mit Brille sitzen auf Stühlen, eine trägt ein blaues Hemd, mit einem Kabel und einem Baum im Hintergrund.

Deutsche Telekom übernimmt DOKOM21-Glasfasernetz in Essen für 25.000 Haushalte

DOKOM21 verkauft Glasfasernetz in Essen an Deutsche Telekom

DOKOM21 hat sein 75 Kilometer langes Glasfasernetz in den Essener Stadtteilen Frohnhausen und Huttrop an die Deutsche Telekom veräußert. Die Transaktion umfasst die Infrastruktur für bis zu 25.000 Haushalte und folgt auf monatelange Prüfungen. Der Verkaufserlös soll den weiteren Glasfaserausbau in Dortmund finanzieren.

Die Verhandlungen begannen im frühen September 2024, nachdem DOKOM21 das Ingenieurbüro Voss mit einer unabhängigen Bewertung beauftragt hatte. Das Unternehmen lotete Alternativen aus, etwa den Verkauf nur der Infrastruktur bei Beibehaltung der Open-Access-Rechte, doch der hohe Investitionsbedarf führte schließlich zum vollständigen Verkauf. Ausschlaggebend war dabei der Wegfall eines Nebenkostenprivilegs zum 1. Juli 2024 – nicht die wirtschaftliche Performance des Netzes.

DOKOM21 erwog zudem, das Netz auf vollwertigen FTTH-Standard (Fiber to the Home) aufzurüsten oder es im bestehenden Zustand zu belassen. Die Verkaufsentscheidung fiel schließlich noch vor dem Beitritt des Unternehmens zum BUGLAS-Verband im Dezember 2024, ohne dass die Mitgliedschaft Einfluss darauf nahm.

Die Deutsche Telekom wird das Netz als Open-Access-Infrastruktur betreiben und Kunden damit die Wahl anderer Anbieter ermöglichen. Die technischen Aspekte der Übergabe sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein, wobei die Telekom den Marktstart selbst festlegen wird. Während der Übergangsphase wird DOKOM21 alle betroffenen Kunden direkt kontaktieren, um einen reibungslosen Support zu gewährleisten.

Der Verkauf sichert DOKOM21 den bestmöglichen Preis, wobei die Mittel für Glasfaseraufrüstungen in Dortmund vorgesehen sind. Für die Kunden wird es kaum Einschränkungen geben, da die FTTH-Dienste während der Übergabe durchgehend aktiv bleiben. Dank des Open-Access-Modells der Telekom bleibt der Wettbewerb für Haushalte in der Region erhalten.