Der rätselhafte Fall Travis Walton: Fünf Tage bei Außerirdischen oder ein perfekter Schwindel?
Charlotte WagnerDer rätselhafte Fall Travis Walton: Fünf Tage bei Außerirdischen oder ein perfekter Schwindel?
Im November 1975 meldete ein Holzfällertrupp in Arizona ein außergewöhnliches Ereignis, das zu einem der meistdiskutierten Fälle einer angeblichen Entführung durch Außerirdische in den USA werden sollte. Der 22-jährige Holzfäller Travis Walton verschwand spurlos, nachdem er im Wald auf ein seltsames Licht gestoßen war – nur um fünf Tage später mit der Schilderung einer Entführung durch Außerirdische wieder aufzutauchen. Jahrzehnte später bleibt der Vorfall sowohl ungeklärt als auch umstritten.
Das Geschehen ereignete sich am 5. November 1975 im Apache-Sitgreaves-Nationalforst. Walton und sein Team beendeten gerade die Arbeit für den Tag, als sie zwischen den Bäumen ein gleißendes Licht entdeckten. Neugierig näherte sich Walton dem Licht zu Fuß. Seine Kollegen beobachteten entsetzt, wie ein Lichtstrahl ihn traf, ihn in die Luft hob und dann wieder zu Boden schleuderte. Kurze Zeit später war er verschwunden.
Erst am 10. November tauchte Walton wieder auf – desorientiert, aber lebendig – in der Nähe einer Tankstelle in Heber-Overgaard. Er behauptete, an Bord eines außerirdischen Raumschiffs gebracht worden zu sein, wo ihn kleine, haarlose Wesen mit übergroßen Köpfen und Augen untersucht hätten. Laut seiner Schilderung hätten die Wesen ihm eine Maske über das Gesicht gelegt, von der er annahm, dass sie zu seiner Heilung diente.
Skeptiker stellten die Geschichte schnell infrage. Einige vermuteten, Walton und sein Team hätten die Geschichte erfunden, um eine Strafe für die Verzögerung bei ihrem Holzfällerauftrag zu umgehen. Andere wiesen auf Widersprüche in ihren Aussagen hin. Doch Walton hält seit über 50 Jahren an seiner Version der Ereignisse fest und hat seine Beschreibung der Wesen und des Raumschiffs nie verändert.
Der Fall erlangte 1993 größere Bekanntheit, als er als Vorlage für den Film Feuer am Himmel diente. Obwohl der Film bestimmte Details dramatisierte, machte er Waltons Geschichte einem weltweiten Publikum zugänglich und verankerte sie im kollektiven Gedächtnis der UFO-Mythologie.
Waltons Entführungsbehauptung zählt bis heute zu den am besten dokumentierten Fällen dieser Art. Trotz jahrzehntelanger Untersuchungen gibt es weder eindeutige Beweise, die seine Aussage bestätigen, noch solche, die sie widerlegen. Der Vorfall wird weiterhin in Debatten über unerklärliche Luftphänomene und die Möglichkeit außerirdischen Kontakts angeführt.






