04 April 2026, 00:27

DAAD zieht sich aus Russland zurück – während US-Forscher:innen nach Deutschland drängen

Eine animierte Karte von Deutschland mit einem roten Pfeil, der auf einen violetten Punkt zeigt.

DAAD zieht sich aus Russland zurück – während US-Forscher:innen nach Deutschland drängen

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD) stellt Arbeit in Russland ein – nach Einstufung als "unerwünschte Organisation" durch Moskau

Die Schließung folgt einem größeren Trend: Angesichts politischer Verschiebungen in den USA, die Forschungsbudgets bedrohen, wenden sich immer mehr amerikanische Wissenschaftler:innen nach Europa – insbesondere in der Klimaforschung.

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Gleichzeitig verzeichnen die Bewerbungen für DAAD-Stipendien einen deutlichen Anstieg. Das unterstreicht das wachsende Interesse internationaler Studierender und Forscher:innen an akademischen Möglichkeiten in Deutschland.

Die Entscheidung des russischen Justizministeriums, den DAAD als "unerwünschte Organisation" einzustufen, zwingt die Einrichtung, ihr Moskauer Büro sowie das Deutsche Haus für Forschung und Innovation zu schließen. Russischen Bürger:innen, die weiterhin mit dem DAAD kooperieren, drohen nun strafrechtliche Konsequenzen.

US-Forscher:innen suchen Alternativen in Europa Seit der Amtszeit von Donald Trump haben drastische Kürzungen in der US-Klimaforschung viele Wissenschaftler:innen nach Europa getrieben. Sowohl die Alexander-von-Humboldt-Stiftung als auch die Max-Planck-Gesellschaft verzeichnen vermehrt Anfragen von US-Kolleg:innen, die nach Fördermöglichkeiten suchen.

Parallel dazu lässt das Interesse deutscher Studierender an einem Studium in den USA nach: Anfragen für amerikanische Programme sind um etwa zehn Prozent zurückgegangen. Dagegen haben sich die Bewerbungen für DAAD-Masterstipendien in Deutschland mehr als verdoppelt – ein klares Zeichen für die wachsende Attraktivität des Forschungsstandorts Deutschland.

Kalifornien kontert mit Milliardenplan für Wissenschaft Als Reaktion auf die unsichere Förderlage in den USA hat Kalifornien den Gesetzentwurf SB 895 vorgelegt: Ein 23-Milliarden-Dollar-Programm, das die Zukunft des Bundesstaats in der Raumfahrt- und Klimaforschung sichern soll. Spitzenuniversitäten wie Harvard, Stanford oder Princeton haben jedoch noch keine konkreten Auswirkungen auf ihre Drittmittelakquise gemeldet.

Ein Einschnitt für den internationalen Wissenschaftsaustausch Die Einstellung der DAAD-Aktivitäten in Russland markiert eine Zäsur. Während die US-Finanzierung der Klimaforschung unter Druck gerät, entwickelt sich Deutschland zunehmend zur Alternative für Forscher:innen weltweit. Der Anstieg der DAAD-Bewerbungen deutet auf einen nachhaltigen Wandel hin – weg von traditionellen Standorten, hin zu neuen akademischen Zentren.

AKTUALISIERUNG

US funding cuts drive scientists to Germany – 2025 data reveals 23% research budget slash

New analysis confirms the financial pressures forcing US researchers toward Europe. Key developments include:

  • The 2025 research budget cuts announced on 8 April 2025 reduced funding by 23% overall, with 56% of NSF support eliminated.
  • EPA climate programmes faced a 54% reduction, explicitly targeting 'woke' initiatives.
  • German scientist Stefan Pfister reported frozen NIH funding in February 2025 for his 20M Euro project, highlighting cross-border impacts.