CDU will Willichs Wohnungsnot mit Friedhofsumwidmung und Turbo-Baugenehmigungen bekämpfen
Charlotte WagnerCDU will Willichs Wohnungsnot mit Friedhofsumwidmung und Turbo-Baugenehmigungen bekämpfen
Willichs Wohnungsnot könnte bald Linderung erfahren – die CDU drängt auf beschleunigten Bau
Die CDU in Willich will die Wohnungsbaukrise mit einem ehrgeizigen Plan entschärfen: Ein 18.000 Quadratmeter großes Grundstück, das ursprünglich für die Erweiterung eines Friedhofs vorgesehen war, soll umgenutzt werden. Mithilfe eines städtebaulichen Vertrags will die Partei Bauprojekte beschleunigen und bürokratische Hürden abbauen.
Kernstück des Vorhabens ist der Verkauf des Geländes an einen Investor, der die gesamte Planung und Umsetzung übernehmen soll. Vertraglich festgelegte Höchstpreise sollen sicherstellen, dass der Wohnraum bezahlbar bleibt. Tobias Pascaly, CDU-Mitglied, fordert die Stadt auf, das Projekt zügig voranzutreiben: "Jede Verzögerung verschärft die Wohnungsnot nur weiter."
Im Rahmen des beschleunigten Verfahrens könnte Willich mehr Entscheidungen delegieren, Genehmigungszeiten verkürzen und Baugenehmigungen automatisch erteilen, falls innerhalb von drei Monaten keine Entscheidung fällt. Bis 2026 sollen zudem digitale Antragsverfahren für Baugenehmigungen eingeführt werden, um den Prozess weiter zu vereinfachen.
Um Bezahlbarkeit und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen, schlägt die CDU eine Überprüfung der aktuellen Standards vor. Ökologische, gestalterische, technische und energetische Vorgaben sollen neu bewertet werden – mit dem Ziel, Kosten zu senken, ohne Umwelt- oder Städtebauauflagen zu verwässern. "Neubauten müssen erschwinglich sein, ohne dass die Qualität leidet", so die Partei.
Falls die Maßnahmen umgesetzt werden, könnte Willich dringend benötigten Wohnraum schneller schaffen. Der städtebauliche Vertrag, digitale Genehmigungsverfahren und angepasste Standards sollen Bauherren den Weg ebnen. Noch ist jedoch unklar, wie viele Wohnungen auf dem umgewidmeten Gelände entstehen könnten.






