20 March 2026, 02:02

Bundesweiter Apothekenstreik am 23. März: Warum jetzt die Existenz vieler Filialen auf dem Spiel steht

Große Gruppe von Menschen auf einem Flughafen während einer Demonstration mit Informationsschildern, Schaufensterpuppen in Kleidern und Deckenbeleuchtung im Hintergrund.

Bundesweiter Apothekenstreik am 23. März: Warum jetzt die Existenz vieler Filialen auf dem Spiel steht

Apotheken in ganz Deutschland streiken am 23. März gegen verschärfte finanzielle Bedingungen

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Am 23. März werden Apotheken bundesweit die Arbeit niederlegen, um gegen die sich verschlechternde wirtschaftliche Lage zu protestieren. Die Aktion fällt zusammen mit der anstehenden Bundestagsdebatte über das Apothekenversorgungsstärkungsgesetz. Die Inhaber warnen: Ohne dringende Reformen drohen weitere Schließungen – aktuell muss alle 20 Stunden eine Apotheke in Deutschland dichtmachen.

Der Streik ist der vorläufige Höhepunkt jahrelanger finanzieller Belastungen für den Sektor. Während die gesetzlich festgelegte Gebühr für verschreibungspflichtige Medikamente seit 2011 lediglich um 3 Prozent gestiegen ist, kletterten die Betriebskosten im gleichen Zeitraum um etwa 65 Prozent. Die Apotheker fordern nun von der Bundesregierung eine Erhöhung der Erstattungssätze von derzeit 8,35 Euro auf 9,50 Euro pro verschriebenem Arzneimittel, um ihre Existenz zu sichern.

Die Folgen der Krise zeigen sich bereits in Städten wie Mönchengladbach: Gab es 2016 noch 64 Apotheken, sind nach 15 Schließungen heute nur noch 49 übrig. Neben dezentralen Protesten sind am Streiktag zentrale Kundgebungen in Großstädten wie Berlin, Düsseldorf, Hannover und München geplant – auch Mönchengladbach beteiligt sich.

Notdienste bleiben gewährleistet Trotz des Streiks stehen am Aktionstag Notfallversorgungen bereit. Patienten, die dringend Medikamente benötigen, können sich an die Sonnen-Apotheke, die Konstantin-Apotheke oder die Post-Apotheke wenden, die mit angepassten Öffnungszeiten geöffnet bleiben.

Der eintägige Ausstand könnte zwar kurzfristig zu Einschränkungen für Kunden führen. Gelingt es den Apothekern jedoch, mit ihrer Aktion durchzudringen, könnte dies den Weg für Reformen ebnen, die die Zukunft der lokalen Apotheken sichern. Entscheidend wird sein, ob die Bundesregierung auf die Forderungen nach höheren Erstattungssätzen und besserer wirtschaftlicher Unterstützung eingeht.

Quelle