Bundeswehr startet Großmanöver in Mönchengladbach mit 80 Soldaten und Drohnen
Charlotte WagnerBundeswehr startet Großmanöver in Mönchengladbach mit 80 Soldaten und Drohnen
Großes Militärmanöver startet diesen Freitag in Mönchengladbach
Ab diesem Freitag führt die Bundeswehr ein einwöchiges Großmanöver durch, bei dem Kommunikationssysteme und Krisenreaktionsverfahren auf den Prüfstand gestellt werden. Die Übung ist Teil der laufenden Vorbereitungen auf nationale und Bündnisverteidigungszenarien.
Das Manöver findet auf dem Gelände des ehemaligen Joint Headquarters (JHQ) Rheindahlen statt – einem weitläufigen Areal, das der Fläche von 660 Fußballfeldern entspricht. Die 1954 für britische Streitkräfte errichtete und heute verlassene Anlage dient seitdem verschiedenen Sicherheits- und Rettungskräften als Trainingsgelände. So führte etwa das Technische Hilfswerk (THW) dort im August 2025 Übungen durch.
An der aktuellen Operation beteiligen sich rund 80 Soldatinnen und Soldaten, 25 Fahrzeuge sowie acht Drohnen. Im Mittelpunkt steht die Erprobung der operativen Kommunikation unter Verteidigungsbedingungen, einschließlich der öffentlichen Krisenkommunikation. Zwar könnten Anwohner laute Knallgeräusche wahrnehmen, doch die Behörden versicherten, dass ausschließlich Platzpatronen zum Einsatz kommen und keine Gefahr für die Bevölkerung besteht.
Seit der Schließung des Standorts im Jahr 2013 nutzen regelmäßig Spezialeinheiten der Polizei und Katastrophenschutzteams das Gelände für Übungen. Genauere Aufzeichnungen über die genaue Anzahl der Manöver oder die beteiligten Organisationen liegen jedoch nicht vor.
Die einwöchige Übung soll die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr für nationale und Bündnisverteidigungslagen überprüfen. Anwohner in der Nähe des ehemaligen JHQ-Geländes wurden auf mögliche Lärmbelästigungen hingewiesen, Schusswaffen mit scharfer Munition werden jedoch nicht eingesetzt. Das Manöver unterstreicht die fortlaufende Nutzung der Anlage für großangelegte Ausbildungsoperationen.