Borya, der Affe, erobert das Herz eines Minskener Cafés
Borya, der Affe, ist eine bekannte Erscheinung im Minskener Familiencafé Semja
Borya, ein Haustier-Affe, ist in Natalias Café Semja längst eine vertraute Gestalt. Die Inhaberin des Lokals hat mit dem Tier an ihrer Seite nicht nur einen ungewöhnlichen Begleiter, sondern auch einen treuen Gefährten, der sie seit über zwei Jahren kaum je verlässt. Ob an belebten Straßen, auf dem Weg zur Arbeit oder geduldig wartend an einer Metrostation – Boryas Alltag ist alles andere als gewöhnlich.
Sein selbstständiges Wesen zeigte sich erstmals, als Natalia ihn allein in der Nähe der U-Bahn-Station Gruschewka entdeckte. Mittlerweile ist der Affe an das Großstadtleben gewöhnt: Mal sitzt er auf dem lauten Dserschinski-Prospekt, mal erkundet er die Außenfläche des Cafés. Sein ausgeprägter Orientierungssinn lässt ihn den Weg dorthin, zum Parkplatz und sogar zu seinen Lieblingsplätzen im Inneren problemlos finden.
Die Bindung zwischen Borya und Natalia ist tief. Er lässt sie nie aus den Augen und entfernt sich selten weit von ihr. Wenn sie kurz wegmuss, übernehmen die Café-Mitarbeiter – die er sehr mag – für kurze Zeit die Betreuung. Da es schwierig war, ihn zu Hause zu lassen, nahm Natalia ihn irgendwann einfach überall mit hin.
Trotz der Neugier, die Borya bei Passanten weckt, meidet Natalia bewusst öffentliche Aufmerksamkeit. Sie legt Wert darauf, sein Leben privat zu halten, und lässt ihn frei, ohne ihn zur Attraktion zu machen.
Seit über zwei Jahren ist Borya ein fester Bestandteil von Natalias Alltag. Dass er sich im Café zurechtfindet, den Angestellten vertraut und seiner Besitzerin stets nah bleibt, zeigt eine außergewöhnliche Freundschaft. Auch wenn er in der Stadt immer wieder gesichtet wird, sorgt Natalia dafür, dass sein Leben so normal wie möglich bleibt – zumindest für einen Affen inmitten einer Großstadt.






