Bonn testet KI-Kameras zur Optimierung der Turnhallennutzung – Datenschützer alarmiert
Sophia WeberBonn testet KI-Kameras zur Optimierung der Turnhallennutzung – Datenschützer alarmiert
Bonn startet Pilotprojekt: KI und Kameras sollen Turnhallennutzung optimieren
In Bonn ist ein Pilotprojekt gestartet, das durch den Einsatz von Kameras und künstlicher Intelligenz (KI) die Auslastung von Sporthallen verbessern soll. Das System, das bereits in einer Einrichtung im Einsatz ist, wird bald auch in der Hardtberghalle Messungen vornehmen. Ein örtlicher Sportverein äußert jedoch Bedenken wegen möglicher Datenschutzrisiken für Kinder.
Die Stadt hat in zwei Sporthallen Kameras mit niedriger Auflösung installiert, um die Belegung zu erfassen. Mit nur 160 x 90 Pixeln zeichnen sie weder Bilder noch Videos auf. Stattdessen analysiert eine KI die Daten, um Leerstände zu erkennen und die Belegungsplanung zu optimieren.
Laut der Bonner Rechtsabteilung und dem Datenschutzbeauftragten ist das Projekt datenschutzkonform – es würden keine personenbezogenen Daten erhoben. Ein ähnliches System läuft bereits in der Sporthalle in Beuel. Die Stadtverwaltung plant, die Sorgen der Vereine durch Aufklärung über die Technik auszuräumen.
Der Verein Rot-Weiß Bonn Röttgen bleibt skeptisch und warnt, dass unbefugt Aufnahmen von Kindern im Internet auftauchen könnten. Rechtliche Schritte schließt der Verein nicht aus. Keine andere deutsche Stadt setzt bisher ein vergleichbares System zur Verwaltung von Sporteinrichtungen ein.
In Kürze beginnen die Messungen in der Hardtberghalle. Die Stadt betont, dass die Kameras keine Datenschutzrisiken bergen, da sie lediglich Nutzungsstatistiken liefern. Bei Erfolg könnte das Projekt die Bewirtschaftung von Sporthallen in Bonn grundlegend verändern.






