Bombendrohung im ICE: Politiker fordern strengere Sicherheitskontrollen im Schienenverkehr
Charlotte WagnerBombendrohung im ICE: Politiker fordern strengere Sicherheitskontrollen im Schienenverkehr
Eine Bombendrohung in einem deutschen Hochgeschwindigkeitszug hat die Forderungen nach verschärften Sicherheitsmaßnahmen neu entfacht. Am Donnerstag zündete ein Mann auf einem ICE in Nordrhein-Westfalen Sprengkörper, wobei mindestens zwölf Menschen leicht verletzt wurden. Nun drängen Politiker auf strengere Kontrollen, um künftig ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Der Vorfall begann, als ein Fahrgast während der Fahrt Sprengsätze auslöste und Drohungen äußerte. Die Rettungskräfte reagierten zwar schnell, doch die Störung machte die anhaltenden Sicherheitsbedenken im deutschen Schienenverkehr erneut deutlich.
Bereits im Januar hatte die Deutsche Bahn einen Notfallplan zur Verbesserung der Sicherheit vorgestellt. Dazu gehörten mehr Streifen an Bahnhöfen und ein Ausbau der Videoüberwachung. Doch die jüngsten Ereignisse zeigen, dass weitere Schritte notwendig sein könnten.
Stephan Stracke, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, bezeichnete die aktuelle Lage als untragbar. Er warnte, dass Bahnreisen zunehmend zum Sicherheitsrisiko würden. Zu seinen Vorschlägen gehören verpflichtende Fahrkartenkontrollen vor dem Betreten der Bahnsteige sowie strengere Sicherheitsüberprüfungen.
Stracke schlug vor, mit den Großbahnhöfen zu beginnen, an denen die Kriminalitätsrate am höchsten ist. Er betonte, wie wichtig es sei, sowohl Fahrgäste als auch Bahnmitarbeiter vor potenziellen Bedrohungen zu schützen.
Der jüngste Angriff hat den Druck auf die Behörden erhöht, zu handeln. Die bisherigen Maßnahmen der Deutschen Bahn könnten nun ausgeweitet werden, während Politiker für systematische Sicherheitskontrollen plädieren. Sollten die Änderungen umgesetzt werden, würden sie eine deutliche Wende in der Sicherheitspolitik des deutschen Hochgeschwindigkeitsnetzes markieren.






