Bildschirmzeit und Handyzonen: Wie Schulen in Deutschland die digitale Nutzung regulieren wollen

Bildschirmzeit und Handyzonen: Wie Schulen in Deutschland die digitale Nutzung regulieren wollen
Das deutsche Bildungsministerium hat neue Richtlinien für die Bildschirmzeit an Schulen vorgeschlagen – und damit eine Debatte ausgelöst. Die offiziellen Empfehlungen sehen 30 Minuten für Sieben- bis Achtjährige und 45 Minuten für Neun- bis Zehnjährige vor. Gleichzeitig prüfen einige Bundesländer die Einführung von 'Handyzonen' nach dem Vorbild früherer Raucherbereiche.
Bildungsministerin Tanja Gönner brachte die Idee von 'Handyzonen' an Schulen ins Spiel, ähnlich den früheren Raucherbereichen. Doch der Vorschlag stieß auf Kritik und Skepsis. In Nordrhein-Westfalen ist Rauchen bereits an allen Schulen verboten – selbst für erwachsene Berufsschüler.
Im November 2025 empfahlen die Bildungsbehörden Hamburgs und Niedersachsens handyfreie Zonen an Schulen. Ihre gemeinsamen Leitlinien bieten flexible Modelle für weiterführende Schulen, darunter festgelegte handyfreie Zeiten und Bereiche statt eines kompletten Verbots. Ziel ist es, die digitale Nutzung mit Lernen und sozialer Interaktion in Einklang zu bringen.
Die Bildschirmzeit-Empfehlungen des Bildungsministeriums und der Vorschlag zu 'Handyzonen' sorgen für Diskussionen. Bundesländer wie Hamburg und Niedersachsen haben bereits mit Empfehlungen für handyfreie Zonen und flexiblen Modellen reagiert. Die Debatte darüber, wie sich digitale Mediennutzung und schulisches Lernen vereinen lassen, geht indes weiter.