17 March 2026, 18:03

Bergisch Gladbach kämpft mit 50-Millionen-Defizit – Steuererhöhungen im Gespräch

Plakat mit fettem schwarzem Text auf weißem Hintergrund, eingerahmt von einem schmalen schwarzen Rand, das "Maganomics: Ein Wirtschaftsplan, der drei Dinge tut - Steuern für Reich und Großkonzerne weiter senken."

Bergisch Gladbach kämpft mit 50-Millionen-Defizit – Steuererhöhungen im Gespräch

Bergisch Gladbach steht vor finanziellen Engpässen: Die Stadt gibt jährlich rund 50 Millionen Euro mehr aus, als sie einnimmt. Beim jüngsten Workshop der BürgerAkademie erläuterte Stadtkämmerer Thore Eggert die Herausforderungen des Haushalts 2026 – ein komplexes, 500 Seiten starkes Dokument, das viele Bürger nur schwer durchdringen können.

Der Finanzplan, der normalerweise noch vor Jahresende finalisiert wird, verzögert sich diesmal wegen der Kommunalwahlen des Vorjahres. Aktuell laufen hinter verschlossenen Türen Verhandlungen; die endgültige Abstimmung im Stadtrat ist für den 24. März angesetzt. Eggert, der trotz FDP-Mitgliedschaft als parteiloser Verwaltungsfachmann agiert, betonte, dass der Großteil des Haushalts bereits feststeht und kaum Spielraum für Kürzungen bleibt.

Steigende Kosten in den Bereichen Soziales und Personal – angetrieben durch Tariferhöhungen – treiben das Defizit weiter in die Höhe. Um die Lücke teilweise zu schließen, schlug Eggert eine Anhebung der Grund- und Gewerbesteuern vor, was jährlich zusätzliche Einnahmen von etwa vier Millionen Euro bringen könnte. Der Haushaltsentwurf zeigt zwar sowohl Prioritäten bei den Ausgaben als auch mögliche Einsparbereiche auf, doch bleiben die Optionen begrenzt.

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Eggert stellte zudem klar, dass sich der Workshop ausschließlich mit den städtischen Finanzen befasste – Vergleiche mit anderen nordrhein-westfälischen Kommunen standen nicht zur Debatte. Die Diskussion konzentrierte sich allein auf die finanziellen Realitäten Bergisch Gladbachs, ohne regionale Daten heranzuziehen.

Nun muss der Stadtrat bis zur Abstimmung am 24. März über Steuererhöhungen und Ausgabenanpassungen entscheiden. Falls die Maßnahmen beschlossen werden, sollen sie die Finanzen stabilisieren, ohne essenzielle Leistungen zu gefährden. Das Ergebnis wird maßgeblich darüber entscheiden, wie die Stadt ihr Defizit in den kommenden Jahren bewältigt.

Quelle