27 March 2026, 18:02

Bergisch Gladbach droht die Pleite: 50 Millionen Euro Defizit bis 2027

Balkendiagramm, das globale wirtschaftliche Verluste und entsprechende verlorene Umsatzprozentsätze darstellt.

Bergisch Gladbach droht die Pleite: 50 Millionen Euro Defizit bis 2027

Bergisch Gladbach steht vor schweren finanziellen Problemen: Haushaltsplan 2026 offenbart fast 50 Millionen Euro Defizit

Die Stadt Bergisch Gladbach steuert auf eine tiefe Finanzkrise zu, wie der Haushaltsentwurf für 2026 zeigt: Das Defizit beläuft sich auf knapp 50 Millionen Euro. Stadtvertreter, darunter der AfD-Abgeordnete Florian Fornoff, warnen, dass steigende Kosten und Ineffizienzen die Kommune bis 2027 in die Insolvenz treiben könnten. Um die Haushaltslage zu konsolidieren, werden nun Steuererhöhungen für die Bürger diskutiert.

Hinzu kommen fragwürdige Ausgabenposten, die die finanzielle Schieflage verschärfen. Jährlich fließen über 600.000 Euro in Klimaschutzmaßnahmen – doch lokale Überschwemmungen konnten damit nicht verhindert werden, und ein messbarer Beitrag zum globalen Klimaschutz bleibt aus. Weitere 760.000 Euro gibt die Stadt für City-Marketing aus, das nach Kritikern weder neue Unternehmen anlockt noch die lokale Wirtschaft belebt.

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Überdimensionierte Verwaltung belastet den Haushalt Besonders ins Gewicht fällt die aufgeblähte Verwaltung: Allein 97 Mitarbeiter kümmern sich um Personalangelegenheiten – mehr als das Fünffache dessen, was in der Privatwirtschaft für eine vergleichbare Belegschaft üblich ist. Im Rechnungswesen sind 63 Beschäftigte tätig, deren Aufgaben durch digitale Tools und KI effizienter erledigt werden könnten. Gleichzeitig liegen die Steuerhebesätze der Stadt bereits über denen vergleichbarer Kommunen in Nordrhein-Westfalen.

Düstere Wirtschaftsperspektiven: Deindustrialisierung schreitet voran Auch die wirtschaftliche Lage gibt wenig Anlass zur Hoffnung. Wie Dr. Uwe Vetterlein, Hauptgeschäftsführer der örtlichen Industrie- und Handelskammer, im Februar 2026 bestätigte, beschleunigt sich die Deindustrialisierung. Bereits 2025 hatten 38 Prozent der Industriebetriebe im Kreis Entlassungen angekündigt. Der Kämmerer räumte ein, dass die Stadt ohne radikale Reformen innerhalb der nächsten zwei Jahre kaum eine Insolvenz abwenden kann.

Angesichts des drohenden 50-Millionen-Defizits muss Bergisch Gladbach nun entscheiden: Steuern erhöhen, Ausgaben kürzen – oder beides. Hohe Verwaltungskosten, wirkungslose Programme und der schwindende Industriestandort lassen der Stadt kaum Spielraum. Konkrete Maßnahmen, um die Abwärtsspirale bis zum Stichtag 2027 zu stoppen, stehen jedoch noch aus.

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