AWO fordert Sozialausbau statt Kürzungen und warnt vor Rechtsentwicklung

Admin User
2 Min.
Ein Zaun im Vordergrund, eine bemalte Wand links, ein Pfahl mit einer Fahne in der Mitte, Gebäude, Bäume und Pfähle im Hintergrund, Fahrzeuge auf der Straße und ein bewölkter Himmel.

AWO fordert Sozialausbau statt Kürzungen und warnt vor Rechtsentwicklung

Ankündigung In einem Interview fordert AWO-Vorstandsmitglied Marvin Deversi einen Ausbau des Sozialstaats statt Kürzungen. Er widerspricht der Behauptung einer angeblichen Kostenexplosion und setzt sich für die Besteuerung großer Vermögen ein.

Veröffentlichungsdatum 5. Dezember 2025, 07:35 Uhr MEZ

Schlagwörter Finanzen, Wirtschaft, Politik, Recht und Kriminalität

Artikeltext Die Arbeiterwohlfahrt (AWO) warnt vor einer wachsenden Rechtsentwicklung in der Gesellschaft und drängt gleichzeitig auf grundlegende Änderungen in der Steuerpolitik. Die Organisation stellt sich gegen Regierungspläne zur Kürzung des Arbeitslosengelds und verurteilte jüngst rassistische Äußerungen des Oppositionsführers Friedrich Merz. Gleichzeitig sieht sie sich internen Herausforderungen gegenüber – von der Modernisierung von Pflegeeinrichtungen bis hin zur Integration neuer Technologien wie KI in die Sozialarbeit.

AWO-Vorstand Marvin Deversi, der in Bochum aufgewachsen ist, sprach offen darüber, wie der Sozialstaat ihm selbst sozialen Aufstieg ermöglichte. Nun plädiert er für dessen Ausbau statt für Einschnitte. Der Verband lehnt die geplanten Kürzungen beim Bürgergeld entschieden ab und weist Vorwürfe einer angeblichen Kostenexplosion im Sozialbereich zurück.

Die Haltung der AWO steht damit im Widerspruch zu den aktuellen Sparplänen und rechtspopulistischen Narrativen. Während die Organisation gleichzeitig betriebliche Herausforderungen bewältigen muss, unterstreicht ihre Forderung nach Vermögenssteuern und Sozialausbau die tiefen Gräben in der Debatte darüber, wie Deutschlands Sozialsystem finanziert und erhalten werden soll.