Arnsberg kämpft mit akutem Mangel an rechtlichen Betreuern – dringend Nachwuchs gesucht
Moritz WernerArnsberg kämpft mit akutem Mangel an rechtlichen Betreuern – dringend Nachwuchs gesucht
Arnsberg steht vor wachsendem Mangel an rechtlichen Betreuern – Nachwuchs gesucht
In Arnsberg verschärft sich die Knappheit an rechtlichen Betreuern, während die Nachfrage steigt und erfahrene Fachkräfte in den Ruhestand gehen. Das Betreuungsamt hat nun eine Kampagne gestartet, um neue Betreuer zu gewinnen und die Bevölkerung zu ermutigen, vorsorglich vorzusorgen. Mit Plakaten, Flyern und Informationsveranstaltungen soll auf den dringenden Bedarf an Unterstützung aufmerksam gemacht werden.
Seit Januar 2023 arbeitet das Betreuungsamt Arnsberg auf Grundlage des Betreuungsorganisationsgesetzes (BtOG) mit nur 2,5 Vollzeitstellen. Seine Aufgabe ist es, Strategien zu entwickeln, die Versorgungslücken bei Menschen verhindern, die Hilfe in rechtlichen, Wohn- oder Alltagsfragen benötigen.
Der Bedarf an Betreuern ist in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen. Allein 2025 waren in Arnsberg 874 Menschen auf professionelle Betreuer oder Organisationen angewiesen, während ehrenamtliche Kräfte weitere 422 Fälle übernahmen. Doch das Angebot an qualifizierten Betreuern kann mit der Nachfrage nicht Schritt halten – besonders, da viele langjährige Fachkräfte den Beruf verlassen.
Um dem Mangel entgegenzuwirken, sucht das Amt engagierte und erfahrene Personen, die bereit sind, Betreuungsaufgaben zu übernehmen. Die Kampagne setzt auf Plakate, Schwarze Bretter und Flyer, um potenzielle Freiwillige zu erreichen. Bei öffentlichen Informationsveranstaltungen wird zudem erklärt, wie Bürger durch Vorsorgevollmachten oder Betreuungsverfügungen den künftigen Bedarf an gerichtlich bestellten Betreuern verringern können.
Ziel der Nachwuchsinitiative ist es, akute Personalengpässe zu schließen und gleichzeitig langfristige Lösungen zu schaffen. Angesichts steigender Fallzahlen und schrumpfender Betreuerzahlen wirbt die Kampagne sowohl für berufliche Perspektiven in dem Bereich als auch für die Bedeutung privater Vorsorge. Das Amt wird weiterhin mit lokalen Einrichtungen zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass hilfsbedürftige Menschen die nötige Unterstützung erhalten.






