Arminia Bielefeld wählt neuen Präsidenten und erste Frau seit Jahrzehnten im Vorstand

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Arminia Bielefeld wählt neuen Präsidenten und erste Frau seit Jahrzehnten im Vorstand

Arminia Bielefeld wählt Rainer Kobusch zum neuen Präsidenten – Kathrin Dahnke erste Frau im Vorstand seit Jahrzehnten

Arminia Bielefeld hat Rainer Kobusch zum neuen Präsidenten gewählt und löst damit Rainer Schütte nach einer turbulenten Phase für den Verein ab. Auf der Jahresversammlung wurde zudem Kathrin Dahnke als erste Frau seit Jahrzehnten in den Vorstand berufen. Trotz früherer Krisen verzeichnet der Club nun Gewinne und steigende Mitgliederzahlen.

Rainer Kobusch, ehemaliger Topmanager im internationalen Bankwesen, übernahm das Amt im November 2024. Zuvor war er als Schatzmeister tätig und spielte 2018 eine zentrale Rolle bei der finanziellen Neuaufstellung Arminias. Seine Wahl markiert einen Führungswechsel nach Jahren der Instabilität.

Der scheidende Präsident Rainer Schütte blickt auf schwierige Anfangsjahre seiner Amtszeit zurück, geprägt von einem doppelten Abstieg und dem Kampf in der dritten Liga. Er räumte ein, dass einige Kritik berechtigt war, andere Angriffe jedoch die Grenzen des Anstands überschritten. Schütte rief Mitglieder und Fans dazu auf, Beleidigungen und Drohungen – ob im oder außerhalb des Stadions – entschieden abzulehnen.

Die finanzielle Wende des Vereins stand im Mittelpunkt der Jahresversammlung, die nur leicht besser besucht war als in den Vorjahren. Arminia Bielefeld reduzierte seine Schulden und verbuchte für die Saison 2024/25 einen Gewinn von knapp über zwei Millionen Euro. Allein die Profifußballabteilung erwirtschaftete über 40 Millionen Euro. Auch die Mitgliederzahlen stiegen deutlich: Fast 30.000 Anhänger zählt der Verein mittlerweile – fast doppelt so viele wie noch vor eineinhalb Jahren.

Mit der Wahl Kathrin Dahnkes zur Schatzmeisterin kehrt erstmals seit den 1980er-Jahren wieder eine Frau in den Vorstand zurück. Ihre Berufung fällt in eine Phase der finanziellen Erholung und Umstrukturierung, die unter Kobuschs früherer Führung eingeleitet wurde.

Der Wechsel an der Spitze erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem Arminia Bielefeld finanziell stabiler dasteht und seine Fangemeinde wächst. Mit Kobusch an der Spitze und Dahnke im Vorstand blickt der Verein nach Jahren der Rückschläge nach vorn. Nun geht es darum, die Fortschritte sowohl sportlich als auch wirtschaftlich zu festigen.