Arbeitsmarkt in Siegen-Wittgenstein und Olpe bleibt im September 2025 angespannt trotz leichter Entlastung
Theo BauerArbeitsmarkt in Siegen-Wittgenstein und Olpe bleibt im September 2025 angespannt trotz leichter Entlastung
Arbeitsmarkt in Siegen-Wittgenstein und Olpe sendet im September 2025 gemischte Signale
Im September 2025 zeigte der Arbeitsmarkt in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe ein uneinheitliches Bild: Zwar ging die Arbeitslosigkeit leicht zurück, doch blieb die Quote auf dem höchsten Stand seit einem Jahrzehnt. Trotz anhaltender Herausforderungen gelang es besonders jungen Menschen, eine Stelle oder eine Ausbildung zu finden.
Die Zahl der Arbeitslosen in beiden Kreisen verringerte sich um 474 Personen – ein Rückgang um 3,5 Prozent –, sodass noch 13.094 Menschen ohne Beschäftigung waren. Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Prozentpunkte auf 5,5 Prozent, was jedoch den schlechtesten Wert seit 2015 darstellt. Unternehmen zeigten sich weiterhin zurückhaltend bei Neueinstellungen: Die Zahl der offenen Stellen verringerte sich um 49 auf 2.671.
Junge Arbeitssuchende schnitten im Vergleich besser ab: Insgesamt fanden 181 Schulabgänger und Absolventen im September eine Lehrstelle oder einen Job. Viele, die zunächst keine Zusage erhielten, fanden schnell eine alternative Beschäftigung. Ältere Arbeitnehmer hatten dagegen weiterhin mit anhaltenden Schwierigkeiten zu kämpfen, um wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen.
Stephanie Krömer, Leiterin der Agentur für Arbeit Siegen, räumte die schwierigen Rahmenbedingungen ein, zeigte sich aber optimistisch. Sie betonte die Fortschritte junger Bewerber, während sie gleichzeitig anerkannte, dass die allgemeine wirtschaftliche Zurückhaltung breitere Verbesserungen bremse.
Die aktuellen Zahlen zeigen eine leichte Entspannung bei der Arbeitslosigkeit, doch bleibt die Quote auf einem Zehn-Jahres-Hoch. Junge Berufseinsteiger verzeichneten relative Erfolge, während ältere Arbeitnehmer und die allgemeine Einstellungstätigkeit weiterhin hinterherhinken. Die Situation spiegelt die anhaltende Vorsicht der Arbeitgeber in der Region wider.






