Amanda Knox unterstützt Lucy Letby – und löst damit neue Kontroversen aus
Charlotte WagnerAmanda Knox unterstützt Lucy Letby – und löst damit neue Kontroversen aus
Amanda Knox hat sich öffentlich hinter Lucy Letby gestellt, die ehemalige Krankenschwester, die wegen des Mordes an sieben Babys verurteilt wurde. Bei einer kürzlichen Fragerunde zu ihrem Dokumentarfilm Mouth Of The Wolf gab Knox bekannt, dass sie Letby einen Brief sowie ein Exemplar ihrer Memoiren geschickt habe. Ihre emotionalen Äußerungen haben die Debatte über ihre eigene Vergangenheit und ihr Engagement in prominenten Fällen neu entfacht.
Die Familie Kercher, deren Tochter Meredith 2007 ermordet wurde, hat sich nun über ihren Anwalt gegen Knox' Handeln ausgesprochen. Knox hatte ihre Unterstützung für Letby erstmals im Rahmen der Diskussion über ihren Dokumentarfilm und einen dazugehörigen Podcast zum Fall geäußert. Sie räumte ein, der inhaftierten Krankenschwester einen Brief sowie ihr 2021 erschienenes Buch Free zugesandt zu haben, in dem sie ihr Leben nach dem Freispruch vom Mordvorwurf schildert. Obwohl sie keinen direkten Kontakt zu Letby habe, beschrieb Knox, eine Verbindung zu deren Situation zu spüren.
Ihre Aussagen fielen während einer öffentlichen Fragerunde, bei der sie sichtbar emotional wurde. Es ist nicht das erste Mal, dass Knox über ihre Erlebnisse schreibt – bereits 2013 veröffentlichte sie Waiting To Be Heard, in dem sie ihre Odyssee durch italienische Gefängnisse dokumentiert.
Der Anwalt der Familie Kercher, Francesco Maresca, reagierte scharf auf Knox' jüngste Schritte. Er warf ihr vor, sich an der Erinnerung an Meredith Kercher zu "bereichern", und erklärte, die Familie habe nun "die Nase voll". Die Aussagen unterstreichen die anhaltenden Spannungen zwischen Knox und den von dem Fall von 2007 Betroffenen.
Knox' Entscheidung, Letby zu unterstützen, hat sowohl Aufmerksamkeit als auch Kritik auf sich gezogen. Der Anwalt der Familie Kercher machte deutlich, dass sie ihr Engagement als ausbeuterisch empfinden. Unterdessen setzt Knox ihre öffentlichen Äußerungen zu ihrer eigenen Vergangenheit und den Fällen, die sie begleitet, fort.






