Afrikanische Schweinepest breitet sich in NRW-Wäldern rasant aus – 170 infizierte Wildschweine gezählt
Sophia WeberAfrikanische Schweinepest breitet sich in NRW-Wäldern rasant aus – 170 infizierte Wildschweine gezählt
Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest breitet sich in nordrhein-westfälischen Wäldern aus
In Nordrhein-Westfalen verbreitet sich ein Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest (ASP) in den Wäldern. Der erste infizierte Wildschweinkadaver wurde vor etwa dreieinhalb Monaten in Kirchhundem im Kreis Olpe entdeckt. Seither ergreifen die Behörden dringende Maßnahmen, um die Krankheit einzudämmen und eine Übertragung auf Hausschweine zu verhindern.
Das Virus wurde zunächst nach dem Fund eines toten Wildschweins in der Nähe von Kirchhundem nachgewiesen. Seit dieser Entdeckung wurden rund 170 infizierte Tiere in den Kreisen Olpe und Siegen-Wittgenstein registriert. Die Wildschweine stecken sich vor allem durch achtlos weggeworfene Lebensmittel an – insbesondere durch Fleischprodukte, die in den Wäldern zurückgelassen werden.
Die Behörden haben auf einer Fläche von etwa 143.000 Hektar eine Kernzone mit 114 Kilometern Elektronzäunen abgesichert. Suchtrupps mit Spürhunden und Drohnen haben rund 100 Quadratkilometer Waldgebiet durchkämmt, um die Ausbreitung zu verfolgen und einzudämmen. Strenge Vorschriften gelten nun, darunter ein Verbot des Pilzesammelns sowie Leinenpflicht für Hunde in den betroffenen Gebieten.
Um den Ausbruch einzudämmen, haben die Behörden die Bejagung von Wildschweinen intensiviert und öffentliche Versammlungen abgehalten, um weitere Einschränkungen zu planen. Anwohner werden aufgefordert, auf Wegen zu bleiben und Wald- und Feldflächen nicht zu betreten, um die Tiere nicht aufzuscheuchen. Verstöße gegen die neuen Regelungen werden mit Bußgeldern geahndet – ihr Ziel ist es, die Krankheit auf ein begrenztes Gebiet zu beschränken.
Im Fokus der Maßnahmen steht die Verhinderung einer Übertragung auf Schweinefarmen, wo die ASP erhebliche wirtschaftliche Schäden anrichten könnte. Mit Zäunen, Patrouillen und der Zusammenarbeit der Bevölkerung hoffen die Behörden, eine weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern. Die Lage bleibt unter genauer Beobachtung, während die Einsatzteams die betroffenen Zonen weiter überwachen.






