38.000 Unterschriften gegen die ICE-Strecke Hannover–Bielefeld: Bürgerprotest fordert Bahn-Revolution
Charlotte Wagner38.000 Unterschriften gegen die ICE-Strecke Hannover–Bielefeld: Bürgerprotest fordert Bahn-Revolution
Eine Petition gegen die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen Hannover und Bielefeld hat fast 38.000 Unterschriften gesammelt. Die unter dem Motto "Deutschlands Fahrplan überdenken" geführte Kampagne fordert eine grundlegende Neubewertung der bundesweiten Bahnstrategie. Die Initiatoren wollen das Thema nun auf die politische Agenda in Berlin bringen.
Die Protestaktion wurde von einem Bündnis lokaler Gruppen ins Leben gerufen, darunter die Bürgerinitiative Widuland, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband sowie Frauenverbände aus Ostwestfalen. Gemeinsam sammelten sie 31.000 Unterschriften auf Papier und weitere 6.600 online von Unterstützern aus dem gesamten Land.
Die Unterzeichner argumentieren, dass der Ausbau des bestehenden Schienennetzes klimafreundlicher und kostengünstiger sei als der Bau neuer Hochgeschwindigkeitsstrecken. Zudem fordern sie eine Senkung der Höchstgeschwindigkeiten auf bestehenden Trassen statt den Bau zusätzlicher Strecken. Aktuell dauert die Fahrt zwischen Hannover und Bielefeld 48 Minuten – durch die geplante Aufrüstung mit Gleisen für bis zu 300 km/h würde sich die Reisezeit auf 31 Minuten verkürzen.
Die Bahnbehörde hat bereits zwölf mögliche Trassenkorridore für die neue Strecke skizziert. Nach monatelanger Unterstützungssammlung wird die Petition nun vom Petitionsausschuss in Berlin geprüft.
Die Debatte um die Hochgeschwindigkeitsverbindung rückt damit auf die nationale Bühne, während Abgeordnete die Forderungen der Petition prüfen. Sollte die Kampagne erfolgreich sein, könnte sie die Pläne für die Strecke Hannover–Bielefeld verzögern oder grundlegend verändern. Das Ergebnis könnte auch die weiteren Diskussionen über die Prioritäten der deutschen Bahninfrastruktur beeinflussen.






